Energiewende: Hausaufgaben für Deutschland
Im Rahmen des Side Events „Wege zur deutschen Energiewende und zu globalen Klimaschutz“ lieferten sich die Diskussionsteilnehmer in Rio de Janeiro einen lebhaften Schlagabtausch. BDI-Vorstand Holger Lösch räumte ein, dass die ehrgeizigen Klimaschutzvorgaben und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Energiewende für die deutsche Industrie ein enormes Innovationspotenzial bedeuteten. Gleichzeitig warnte er vor kurzfristig negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung aufgrund steigender Energiekosten.
Viktor Elbling, im Auswärtigen Amt Leiter der Abteilung Wirtschaft und Nachhaltige Entwicklung, plädierte für neue Partnerschaften mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Deutschland könne seine Erfahrung und Expertise in diese Partnerschaften einbringen und sie in ihren Entwicklungsprozessen zu einer Green Economy unterstützen. Die Automobilindustrie positioniert sich hier als wichtiger Akteur. Dr. Gerhard Praetorius, Corporate Sustainability Director der Volkswagen Gruppe, betonte, die Branche könne Erfahrungen und technisches Wissen zu dezentralisierten Energiesystemen und neuartige Speichermöglichkeiten erneuerbarer Energien einbringen. Die Debatte zeigte aber auch, dass sich die deutsche Industrie ins Zeug legen muss, um mit den politischen Vorgaben für einen radikalen Umbau der Energiesysteme mithalten zu können.






