Dr. Nils Simon
Senior Projektmanager

Nils Simon ist Senior Projektmanager bei adelphi und leitet Vorhaben zur Weiterentwicklung internationaler Nachhaltigkeits-Governance. In seinen Projekten erarbeitet der promovierte Politikwissenschaftler Konzepte zur Förderung nachhaltiger Entwicklung besonders im Bereich des Chemikalien- und Abfallmanagements. Dabei ist er auf die Stärkung von Institutionen und eine vertiefte Einbeziehung aller Stakeholder fokussiert. Sein Ziel ist es, das Potenzial multisektoraler Zusammenarbeit zu heben und staatliche sowie nichtstaatliche Akteure und Akteurinnen zusammenzubringen.

Seit 2015 analysiert Nils Simon bei adelphi für das Umweltbundesamt das Themenfeld der internationalen Chemikaliensicherheit und erarbeitet Vorschläge, um deren maßgebliche Institutionen für die Zeit nach 2020 zu stärken. Den Fokus legt er dabei besonders auf SAICM, dem freiwilligen „Strategischen Ansatz zum internationalen Chemikalienmanagement“. Diese Multi-Stakeholder-Plattform verfolgt das Ziel einer Welt ohne Chemikalien-Verschmutzung. Um hierzu dringend notwendige Fortschritte erreichen zu können, ist allerdings eine Neugestaltung der Plattform erforderlich. Zu diesem Prozess trägt Nils Simon durch wissenschaftliche Begleitung, die Planung und Moderation von Veranstaltungen sowie die Beratung des Umweltbundesamtes und des Bundesumweltministeriums bei.

Weiterhin entwickelte Nils Simon einen Vorschlag für ein eigenständiges und völkerrechtlich verbindliches Abkommen zur Bekämpfung von Plastikmüll. Dieses sollte die Umweltverschmutzung durch Plastik eindämmen sowie unterstützende Maßnahmen vor allem für Entwicklungsländer enthalten, um auf nationaler Ebene eine nachhaltigere Plastikwirtschaft umzusetzen. In Studien für die Heinrich-Böll-Stiftung und den WWF hat Nils Simon diese Idee vertieft und in den internationalen Verhandlungsprozess eingebracht.

Vor seiner Tätigkeit bei adelphi war Nils Simon als Postdoktorand in der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) beschäftigt. Im Sonderforschungsbereich zu „Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit“ – einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertem Projekt – forschte er zu Multi-Stakeholder-Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung. Zuvor war er von 2009 bis 2010 bei der SWP in einem vom BMU geförderten Projekt zur Reform der internationalen Umwelt-Governance forschend tätig. Der Fokus lag dabei auf dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP).

Nils Simon promovierte an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Management institutioneller Komplexität und zur Reform der internationalen Chemikalien-Governance. Zuvor hatte er an der gleichen Universität sein Diplomstudium in Politikwissenschaften mit einer Arbeit zur Diffusion städtischer Klimaschutzstrategien erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus verfügt er über einen Master of Arts in International Relations von der University of Sussex, UK. Während Studium und Promotion wurde Nils Simon von der Hans-Böckler-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung mit Stipendien gefördert.

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