5.-7. September: Gefährliche Anlagen gegen Naturgefahren wappnen (Workshop)

Wie kann bei Anlagen mit Gefahrstoffen Störfällen durch Naturgefahren vorgebeugt werden? Vom 5. bis 7. September 2018 diskutiert ein Fachpublikum gute Praxisbeispiele für ein entsprechendes Risikomanagement in Potsdam und entwickelt Empfehlungen und Leitlinien.

23.08.2018

Naturkatastrophen gehen oft mit großflächigen Verwüstungen einher. Besonders riskant wird es, wenn dadurch Unfälle in technischen Anlagen ausgelöst werden, in denen mit gefährlichen Stoffen gehandhabt wird. Zusätzlich zu den weiträumigen Zerstörungen geraten dabei giftige, brennbare oder explosive Stoffe in die Umwelt, Katastrophenschützer müssen unter erschwerten Bedingungen Raffineriebrände löschen, oder es kommt zu großflächigen ökologischen Schäden. Von Hochwasser überflutete Chemielager oder von Hurrikans zerstörte Öltanks sind nur zwei Beispiele für solche "Natural Hazards Triggered Technological Accidents", oder kurz "Natechs".

Natechs stehen im Mittelpunkt eines internationalen UN / OECD-Workshops, der vom 5. bis 7. September 2018 in Potsdam stattfindet.

Programm des Workshops

Registrierung (bis 27. August)

Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf der Vorstellung guter Praxisbeispiele, die zeigen, wie Natech-Risiken im Risikomanagement, in der Notfallplanung, im Katastrophenmanagement, in der Anpassung an den Klimawandel und in der Risikokommunikation besser berücksichtigt werden können. Ferner legt der Workshop dar, welche Verantwortlichkeiten die beteiligten Akteure (Behörden sowie – gemäß dem Verursacherprinzip – Industrie und Betreiber von gefährlichen Anlagen) beim Natech-Risiko-Management haben. Darüber hinaus sollen Empfehlungen und Leitlinien für die Natech-Prävention und das Natech-Risikomanagement im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung, die Reduzierung von Katastrophenrisiken und die Anpassung an den Klimawandel entwickelt werden.

Der Workshop wird sich darüber hinaus mit der Frage beschäftigen, wie das Natech-Risiko-Management im Kontext internationaler Vereinbarungen wie den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, dem Sendai-Abkommen zur Katastrophenvorsorge und des zweiten Addendums zu den Leitprinzipien der OECD für chemische Unfallverhütung, - vorbereitung und - bekämpfung (Natech-Addendum) betrachtet werden kann.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos; Reisekosten werden nicht erstattet. Die An- und Abreise ist von den Teilnehmenden selbst zu organisieren. Konferenzsprache ist Englisch.

Der Natech-Risk-Management-Workshop 2018 wird gemeinsam von der Arbeitsgruppe Chemieunfälle der OECD, der UN Environment/OCHA Joint Unit (JEU), dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg sowie dem Umweltbundesamt (UBA) ausgerichtet.

natech-workshop.de