adelphi bei der World Water Week

Wasser und Klimawandel sind eng verknüpft – für zwei Drittel der Welt sind die Folgen für ihre Wasserversorgung bereits in wiederholten Dürren spürbar. Drei Events in der letzten Augustwoche krönen ein arbeitsreiches Jahr für adelphis Wasser-Team.

18.08.2020

Wie so viele Veranstaltungen in diesem Jahr findet die World Water Week 2020 virtuell statt, nun unter dem Namen WWWeek At Home. adelphi kann also, ungehindert von Reisebeschränkungen, das Wissen unserer Experten und Expertinnen bei diesem Treffen beitragen – der weltweit einflussreichsten Veranstaltung, die sich mit den globalen Herausforderungen in Bezug auf Wasser auseinandersetzt.

Am Montag, den 24. August, von 13:00 bis 13:45 Uhr (CEST), wird Beatrice Mosello, Senior Advisor bei adelphi, das Event „Water Diplomacy: A Tool for Climate Action“ moderieren. Die Teilnehmenden werden erörtern, welche diplomatischen Werkzeuge Länder nutzen können, um ihr Zusammenarbeit zu erweitern. Dabei soll es nicht nur um Wasser an sich, sondern auch um Sicherheit, Entwicklung und Migration gehen. Denn grenzüberschreitende Wassereinzugsgebiete stehen wegen des Klimawandels unter zunehmendem Druck. Kooperative Lösungen für den Umgang damit werden immer dringender gesucht. adelphi organisiert diese Diskussion zusammen mit IHE Delft. Melden Sie sich hier an.

Am Freitag, den 28. August, von 11:00 bis 12:00 Uhr (CEST), wird Janani Vivekananda, ebenfalls Senior Advisor bei adelphi, auf dem Event „Reducing the Risks of Climate-Related Water Conflicts“ vortragen. Belege dafür, dass der Klimawandel Spannungen über den Umgang mit Wasserressourcen erhöht, mehren sich zunehmend – zwei Drittel der Weltbevölkerung leiden bereits mindestens einen Monat in jedem Jahr unter starkem Wassermangel –, und diese Session will Werkzeuge zur Friedenssicherung bekannter machen. Vivekananda wird eine Fallstudie zu klimawandelbedingten Wasserkonflikten im Tschadsee-Becken vorstellen. Dabei baut sie auf der Arbeit auf, die adelphi in den vergangenen Jahren in dieser Region durchgeführt hat, darunter die Studie Shoring Up Stability. Melden Sie sich hier an.

Ein weiteres großes Wasser-Event in der kommenden Woche: Bevor die WWWeek At Home startet, wird der Bericht „Stop Floating, Start Swimming!“ von adelphi, GIZ und PIK bei der Session WW4D – Climate Resilience Starts with Water präsentiert. Die Veranstaltung findet am Montag, den 24. August, von 11:00 bis 12:00 Uhr (CEST) online statt. Unsere Senior Advisor Annika Kramer wird die wichtigsten Ergebnisse zu den Verbindungen zwischen Wasser und Klimawandel zusammenfassen und Politikempfehlungen aussprechen, um den Herausforderungen zu begegnen und die Gelegenheiten zu ergreifen – auch bei Anpassung und Minderung. Melden Sie sich unter dem Registrierungslink auf dieser Seite an.

Ein arbeitsreiches Jahr für adelphis Wasser-Team

Diese Veranstaltungen krönen eine Reihe geschäftiger Monate für adelphis Wasser-Team, das an mehreren großen internationalen Projekten zu den komplexen Verbindungen zwischen Wasser und Klimawandel beteiligt ist. Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft erstellen wir Politikempfehlungen, die auf der Konferenz Climate Change and the European Water Dimension – Enhancing Resilience im November 2020 diskutiert werden sollen. Im EU-finanzierten CASCADES-Projekt analysieren wir, wie der Klimawandel in nichteuropäischen Regionen den Handel, die Finanzen und die Sicherheit der EU beeinflussen kann, und leiten daraus Empfehlungen ab, wie Entscheidungstragende in Europa sich darauf vorbereiten und wirksam anpassen können. Und im  Reef2Water-Projekt haben wir die Energiebilanz von Abwasser untersucht und Politikempfehlungen entwickelt, um energieeffiziente Abwassersysteme zu fördern und den CO2-Fußabdruck der Kommunen damit zu verkleinern.

Wofür adelphi bei Thema Wasser steht

Uns von adelphi ist es wichtig, zum nachhaltigen Management der wertvollen Wasserressourcen unserer Welt beizutragen. Der Klimawandel gefährdet die Wassersicherheit: Die Dürre, die Europa 2018 heimsuchte, oder die „Day Zero“ genannte Wasserknappheit in Kapstadt, Südafrika, im Jahr 2019 sind nur zwei Beispiele. Zugleich kann ein kluges Wassermanagement dazu beitragen, die Klimaresilienz zu erhöhen und die Ziele des Pariser Übereinkommens zu Anpassung und Minderung zu erreichen.

Über all unsere Projekte hinweg untersuchen wir die komplexen Zusammenhänge von Wassermanagement und sozio-ökonomischen Entwicklungen und beraten Entscheidungstragende und Fachleute dabei, das nachhaltige Management von Wasserressourcen zu verbessern.

Der Klimawandel hängt eng mit all unserer Arbeit zum Thema Wasser zusammen. Tatsächlich ist Wasser das Hauptmedium, durch das sich der Klimawandel bemerkbar machen wird, ob durch Wasserknappheit oder tödliche Überschwemmungen. In unserer interdisziplinären Forschungs- und Beratungsarbeit konzentrieren wir uns aktuell auf drei Handlungsfelder, in denen Wasser und Klimawandel zusammen angegangen werden müssen:

  • Die weitreichenden Folgen für nachhaltige Entwicklung und Sicherheit von Klimawandelanpassung beim Umgang mit Wasser;
  • Maßnahmen, um mit den Unsicherheiten der Vorhersage des Klimawandels und seiner Folgen für Wasserressourcen umzugehen;
  • Möglichkeiten, das Minderungspotenzial für den Klimawandel im Bereich des Wassermanagements zu nutzen.

Ansprechpartnerin: Annika Kramer