Deutsch-Japanische Energiepartnerschaft schafft Impulse für Energiewende

Kirschblüten vor Stromleitungen in Japan

Deutschland und Japan wollen ihre Zusammenarbeit bei der Erforschung und Nutzung Erneuerbarer Energien ausbauen. adelphi begleitet diesen Prozess und unterstützt den energiepolitischen Austausch beider Länder.

18.06.2019

Im Rahmen der Deutsch-Japanischen Energiepartnerschaft wollen beide Länder stärker im Bereich erneuerbare Energien kooperieren. Die Zusammenarbeit soll vor allem bei der Innovation, Digitalisierung und Flexibilisierung erneuerbarer Energien, bei der Netzmodernisierung und der Nutzung von Wasserstoff intensiviert werden. Eine entsprechende Erklärung wurde am Rande des G20-Energieministertreffens am 15. Juni von Andreas Feicht, Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), und Taizo Takahashi, Präsident der Agentur für Natürliche Rohstoffe und Energie in Japan, unterzeichnet.

Energiepartnerschaft für Deutschland und Japan vorteilhaft

Beide Seiten betonten die zentrale Rolle einer nachhaltigen Energieversorgung vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens. Die Energiepartnerschaft ist dabei für beide Länder vorteilhaft. Deutschland verfügt über umfassende Erfahrungen beim Ausbau und der Systemintegration erneuerbarer Energien. Japan hingegen besitzt gegenüber Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Nutzung von Wasserstoff sowie in der Entwicklung von Energiespeichern und sogenannten intelligenten Versorgungsnetzen.

adelphi unterstützt seit 2016 das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der inhaltlichen Vorbereitung und Umsetzung des energiepolitischen Austauschs mit Japan. „Der Aufbau einer Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Japan setzt ein wichtiges Zeichen für die notwendige Transformation des Energiesystems vor dem Hintergrund des internationalen Klimaschutzes“, erklärt Jana Narita, Projektmanagerin bei adelphi. „Angesichts der großen Herausforderungen bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zeigen beide Länder, dass sie bei der Energiewende auf bilaterale Kooperation und gemeinsamen Wissensaustausch setzen und nicht auf Isolationismus und nationale Alleingänge.“

State Secretary Andreas Feicht at German-Japanese Discussion on System Integration of Renewables, 17 June 2019, Tokyo

„Die Deutsch-Japanische Energiepartnerschaft bringt die globale Energiewende voran", sagte Andreas Feicht, Staatssekretär für Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bei einer deutsch-japanischen Diskussionsveranstaltung zur Systemintegration erneuerbarer Energien am 17. Juni in Tokio.

Unterdessen läuft der energiepolitische Austausch zwischen beiden Ländern auf Expertenebene weiter: So kamen am 17. Juni 2019 in Tokio deutsche und japanische Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung zusammen, um über die Herausforderungen der Netzintegration durch steigende Strommengen aus erneuerbaren Energien zu diskutieren. Einen umfassenden Blick auf das Energiesystem der Zukunft werfen beide Länder im Rahmen des 10. Umwelt und Energiedialogforums (UEDF), das am 29. und 30. Oktober 2019 in Tokio stattfinden wird. adelphi unterstützt beide Veranstaltungen konzeptionell, organisatorisch und logistisch.

Weitere Informationen erhalten Sie von Jana Narita.