Dialogreihe: Klimadiplomatie in Zeiten des Populismus - Dekarbonisierung ohne Führung?

adelphi organisiert vier Round-Table-Gespräche in europäischen Metropolen zu den Auswirkungen des Populismus auf Klimadiplomatie. Ergänzt werden die Gespräche durch eine öffentliche Diskussion in Berlin während der diesjährigen Climate Diplomacy Week.

21.04.2017

Die globalisierte Welt ist Populisten ein Dorn im Auge – seien es Migration, freier Warenverkehr und Wissensaustausch oder internationale Kooperation. Nichtsdestotrotz sind und bleiben Klimawandel und nachhaltige Entwicklung sowie weitere globale Herausforderungen, die einzelne Länder unmöglich im Alleingang bewältigen können. Die westliche Welt befindet sich daher an einem Scheidepunkt: Während ihr die Zeit durch die Finger rinnt, eine gemeinsame Strategie im Kampf gegen den Klimawandel zu beschließen, verschlechtert sich das Klima für internationalen Austausch und Entscheidungsfindungen immer weiter – sprichwörtlich werden mehr und mehr politische "Zugbrücken" in die Höhe gezogen, obwohl Gespräche wichtiger sind denn je.

Berlin, Brüssel, London, Paris - Populismus und Klimadiplomatie im Fokus

Wie wirkt sich das Erstarken des Populismus in Europa auf die Klimadiplomatie aus? Was folgt aus dem Wahlsieg eines US-Präsidenten, der die Realitäten des Klimawandels nicht anerkennt? Wie können Klima- und Energiepolitik dazu beitragen, eine neue Vision für die EU zu entwickeln? Welchen Einfluss wird der Brexit auf Energiepolitik und -kooperationen haben? Und wird er Europas Vorreiterrolle in den internationalen Klimaverhandlungen verändern? Wie werden sich die Wahlen in Frankreich und Deutschland auf die Zusammenarbeit im Energiesektor auswirken?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden und besser zu verstehen, wie sich die Klimadiplomatie und die Kooperation im Energiesektor in Zukunft entwickeln werden, organisiert adelphi vier Round-Table-Gespräche in großen europäischen Metropolen. adelphi kooperiert dabei mit dem Institute for European Studies in Brüssel und mit dem Grantham Institute for Climate Change am Imperial College in London. Die Gesprächsreihe mit dem Titel "Drawbridge up, climate policy down - decarbonization without leadership?" wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.

Jedes der Round-Table-Gespräche wird eines der folgenden Themen behandeln:

  • Die Zukunft der Dekarbonisierung und Kooperation innerhalb der EU (Brüssel)
  • Auswirkungen für die Klimadiplomatie und ehrgeizige Klimaziele (London)
  • Auswirkungen für die internationalen Klimaverhandlungen (Paris)
  • Auswirkungen für die Schnittstelle zwischen Klimawissenschaft und –politik (Berlin)

adelphi und unsere Partnerinstitutionen werden die wichtigsten Ergebnisse der Diskussionsreihe in einem Policy Brief zusammenfassen und politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung stellen. Außerdem werden die vier Gespräche durch eine öffentliche Diskussion in Berlin während der diesjährigen Climate Diplomacy Week ergänzt.

Aktuelle Informationen zu den Veranstaltugnen erhalten Sie auf Twitter unter @ClimateDiplo.