Die Planetary Security Conference 2017 rückt Migration und Urbanisierung in den Fokus

Welche konkreten Maßnahmen können wir ergreifen, um den Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Sicherheit entgegenzuwirken? Neue Antworten auf diese Frage möchte die dritte Planetary Security Conference liefern, die am 12. und 13. Dezember 2017 in Den Haag stattfindet.

01.12.2017

Während der UN-Klimakonferenz COP23 im November 2017 in Bonn bekräftigte die internationale Gemeinschaft nochmals ihren Entschluss zum gemeinsamen Handeln gegen den Klimawandel. Bei der Frage nach dem Umgang mit klimabedingten Risiken für die globale Sicherheit wurden hingegen kaum Fortschritte erzielt. Die Planetary Security Conference (PSC) 2017 nimmt sich dieser Frage an und konzentriert sich auf die dringende Notwendigkeit von der Analyse klimabedingter Sicherheitsrisiken zur Ergreifung konkreter Maßnahmen überzugehen.

Die Konferenz, die jetzt im dritten Jahr stattfindet, wird 350 hochrangige Entscheidungsträger und Experten sowie Regierungsvertreter, internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen zusammenbringen. Sie dient als Plattform zum Kennenlernen sektorübergreifender Strategien und Maßnahmen der Klima-, Außen- und Sicherheitspolitik. Das Ziel der diesjährigen PSC ist den Austausch zwischen lokalen Experten, politischen Entscheidungsträgern und internationalen Institutionen zu fördern und aufzuzeigen welche Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels ergriffen werden können.

Keynote Speaker:

  • Halbe Zijlstra, Außenminister der Niederlande
  • Erik Solheim,  Executive Director of the United Nations Environment Programme
  • Hasan al Janabi, Minister für Wasserressourcen aus dem Irak

Vorstellung der Hague Declaration – einer Maßnahmenagenda für 2018

Um konkrete Maßnahmen für 2018 anzuregen, haben die Konferenz-Organisatoren adelphi, Clingendael Institute, Center for Climate and Security, Hague Centre for Strategic Studies und Stockholm International Peace Research Institute die Hague Declaration verfasst. Diese Maßnahmenagenda ist die erste im Bereich Klima und Sicherheit und formuliert sechs zentrale Ziele für das kommende Jahr. Der niederländische Außenminister wird die Hague Declaration zu Beginn der diesjährigen Konferenz vorstellen.

Im Mittelpunkt stehen die Tschadsee-Region, Irak und Mali mit einem Fokus auf den Themen Migration und Urbanisierung

Der Tschadsee, Irak und Mali sind einige der am stärksten von Klimawandel und Fragilität betroffenen Weltregionen. Unsichere Lebensbedingungen, Ressourcenknappheit und Gewalt von nicht-staatlichen bewaffneten Akteuren werden durch die Auswirkungen des Klimawandels verschärft. Die PSC  2017 rückt die Situation in diesen Regionen in den Fokus der Diskussionen. In einem von adelphi ausgerichteten Workshop werden unterschiedliche Ansätze zur Erhöhung der Resilienz gegenüber Klima-Fragilitätsrisiken in der Tschadsee-Region diskutiert. Die Frage wie Peacebuilding und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel besser miteinander verbunden werden können, wird einen Schwerpunkt bilden.

Des Weiteren wird sich die PSC 2017  mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die globalen Migrationsbewegungen sowie mit der Bedeutung klimatischer Veränderungen für die Urbanisierung beschäftigen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit innovative Ansätze und lokale Erfahrungen kennenzulernen und praktische Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Die Planetary Security Conference wurde 2015 vom niederländischen Außenministerium ins Leben gerufen. adelphi ist Teil des Konsortiums führender Thinktanks, welche die PSC leiten. Bei der diesjährigen Konferenz wird adelphi Workshops zur Tschadsee-RegionKlimawandel und Konfliktsensibilität sowie zur gemeinsamen Initiative von EU und UN Environment zu Klima und Sicherheit veranstalten.

Die Konferenz findet am 12. und 13. Dezember 2017 statt. Unter dem Hashtag #PSC2017 können die Debatten auf Twitter verfolgt werden.