Energieversorgung in Zentralasien sichern

Steigende Nachfrage und politische Unsicherheit setzen den Energiesektor in Zentralasien zunehmend unter Druck. adelphi unterstützt die Entwicklung von Zukunftsszenarien, um eine langfristige und nachhaltige Planung der Ressourcen in der Region zu ermöglichen.

19.07.2012

Wirtschaftlicher Fortschritt und demografischer Wandel lassen die Nachfrage nach Wasser und Energie steigen. Beide Bereiche sind eng miteinander verbunden sowohl durch gegenseitige Abhängigkeit als auch durch die verschiedenen Interessen innerhalb der Region. Kirgistan und Tadschikistan brauchen Wasser zur Stromerzeugung, Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan zur Bewässerung der Baumwollfelder. Das System aus Sowjetzeiten, das die Nutzung regelte, existiert nicht mehr, die Energie- und Wasserversorgung in der Region muss dringend neu geregelt werden.

Um mögliche Lösungen sowie eine langfristige und nachhaltige Planung zu entwickeln, hatte die Umwelt- und Sicherheitsinitiative (ENVSEC) adelphi gemeinsam mit dem Regional Environmental Center for Central Asia (CAREC) mit einem Szenarioworkshop beauftragt. Die zweitägige Veranstaltung in der usbekischen Hauptstadt Aschgabat richtete sich an Mitarbeiter des United Nations Development Programme (UNDP) sowie der Umwelt- und Energieministerien in Usbekistan, Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgistan. Ausgehend von der Frage „Wie entwickelt sich die Energiesicherheit in Zentralasien bis 2050“ entwickelten die Teilnehmenden Szenarios in Ländergruppen. Die Ergebnisse lassen sich für weitere Projekte einsetzen.