"Energiewende und Außenpolitik: Gestaltungsmacht auf dem Prüfstand" – adelphi in der ZfAS

Welche Rolle spielt die Außenpolitik für eine erfolgreiche Energiewende? In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik analysieren Dennis Tänzler und Stephan Wolters, wie Innen- und Außenpolitik zur Umgestaltung des Energiesystems ineinandergreifen müssen.

16.05.2014

Die Energiewende als maßgebliche nationale politische Herausforderung betrifft auch wesentliche Bereiche der Außenpolitik Deutschlands. Zentrale internationale Bezüge bestehen unter anderem zu den internationalen Klimaverhandlungen, die bis 2015 zu einer weltweit gültigen Vereinbarung führen sollen. Darüber hinaus fehlt es bislang an Rahmenbedingungen, um eine globale, nachhaltige Energieversorgungssicherheit auszugestalten.

In ihrem jetzt erschienenen Beitrag "Energiewende und Außenpolitik: Gestaltungsmacht auf dem Prüfstand" für die Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZfAS) diskutieren Dennis Tänzler und Stephan Wolters zunächst neue Perspektiven auf wirkungsvolle Lösungen für die beschriebenen Herausforderungen. Zudem analysieren sie, wie die strukturelle Umgestaltung des deutschen Energiesystems als Mehrebenensystem politisch erreicht werden kann.

Erfolgreiche Energiewende braucht außenpolitische Flankierung

Angesichts der globalen Klimaschutzerfordernisse sind wesentliche Anforderungen an die Transformation der Energieversorgung zwar schon länger bekannt. Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren jedoch kaum gemacht, vielmehr war der politische Diskurs der Energiewende zuletzt wesentlich durch Kompetenzstreitigkeiten zwischen Umwelt- und Wirtschaftsressort geprägt, die auch auf die europäische Ebene ausgestrahlt haben.

Wie der Artikel in der ZfAS ausführt, liegt ein wesentlicher Schlüssel für eine erfolgreiche Realisierung der Energiewende in ihrer außenpolitischen Flankierung, um ambitionierte Ziele und ein harmonisiertes klima- und energiepolitisches Instrumentarium sowohl auf EU- als auch auf globaler Ebene zu etablieren. Andernfalls drohen die politischen Grundsatzprobleme von Berlin über Brüssel hinaus die globalen Bemühungen für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik auszubremsen. Zudem sind verschiedene internationale Initiativen zur Förderung nachhaltiger Energien zusammenzuführen, um ein stärkeres Momentum komplementär zum internationalen Klimaschutzprozess zu erzeugen.