Fachstudienreise für Experten aus Taiwan zum Emissionshandel

Wie kann ein System zur CO2-Kompensation in ein Emissionshandelssystem (EHS) integriert werden? Wie wirken EHS-Verordnungen und andere verwandten Richtlinien zusammen? Um diese und weitere Fragen zu adressieren, organisierte adelphi eine Studienreise zum Emissionshandel für Delegierte aus Taiwan.

01.06.2017

Im Juni 2015 verabschiedete Taiwan sein Klimarahmengesetz, das eine Minderung der Treibhausgasemissionen von 50 % bis 2050 gegenüber 2005 vorschreibt. Die Taiwan Environmental Protection Agency (TEPA) als verantwortliche Umweltbehörde hat seitdem zehn Leitlinien mit Maßnahmen für die Erreichung dieses Minderungsziels veröffentlicht. 

Mit dem Ziel, Taiwan bei konzeptionellen Fragestellungen hinsichtlich des Aufbaus eines EHS zu unterstützen, führte adelphi eine fünftägige Studienreise für 13 taiwanesische Delegierte nach Berlin durch. Die Delegierten kamen von der TEPA sowie aus Forschungseinrichtungen, Think Tanks und Beratungsstellen. Die Studienreise lieferte den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über Theorie und Praxis des Emissionshandels in Deutschland und Europa. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den für ein EHS benötigten Verwaltungsstrukturen sowie Arbeitsprozessen seitens der zuständigen Behörde. Gemeinsam mit seinen Partnern FutureCamp und Öko-Institut war adelphi für die Konzeption und Umsetzung der Studienreise verantwortlich. adelphis Leistungen umfassten neben der allgemeinen Organisation und Begleitung der taiwanesischen Delegation auch die Entwicklung von Lehrmaterialien, die Moderation verschiedener Dialogformate und Expertenvorträge.

Die Studienreise wurde im Rahmen des Programms "Emissions Trading System: Capacity Building" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) umgesetzt. Das Programm zielt darauf ab, Wissen und Erfahrungen aus Deutschland mit interessierten Ländern zu teilen, um sie beim Aufbau von Emissionshandelssystemen zu unterstützen.