Internationale Experten diskutieren Klimaschutz im Gebäudesektor

Anlässlich der Kölner Messe Carbon Expo veranstaltete adelphi zwei Side Events zum Thema Klimaschutz in Gebäuden. In der Diskussion stellten die Teilnehmer mehrfach heraus, dass größere Anstrengungen auf Projektebene nötig seien, um eine effektive Minderung von Treibhausgas-Emissionen zu erreichen.

24.06.2014

Die beiden im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMUB) durchgeführten Side-Events auf der Carbon Expo waren Teil der vom BMUB umgesetzten Workshopaktivitäten der Climate Technology Initiative (CTI). Als solche knüpften die Side Events unter dem gemeinsamen Titel „Call for Action on Climate Protection in the Building Sector: Opportunities Through Carbon Markets and Domestic Policies” an die Diskussionen vorheriger Veranstaltungen zum Thema Klimaschutz in Gebäuden an. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Rolle von Kohlenstoffmarktinstrumenten.

Im Fokus der ersten Veranstaltung standen die jüngsten Entwicklungen in China und Russland im Bereich Klimaschutz in Gebäuden. Hou Wenjun vom chinesischen Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung unterstrich die Bedeutung von Gebäuden in verschiedenen Pilot-Emissionshandelssystemen in China. Elena Gogina von der Moskauer Staatsuniversität für Ingenieurswissenschaften stellte ein vielversprechendes Pilotprojekt zur Sanierung von Plattenbaukomplexen in einem Moskauer Vorort vor.

Im Rahmen des zweiten Side-Events diskutierten die Referenten die Rolle von Nationally Appropriate Mitigation Actions (NAMAs) auf urbaner Ebene in Lateinamerika. Dabei standen insbesondere die Entwicklungen in Costa Rica und Kolumbien zu diesem Politik- und Finanzierungsinstrument im Blickpunkt.

Die Teilnehmer beider Veranstaltungen waren sich einig, dass es mehr Pilotprojekte und Erfahrungen mit innovativen Konzepten zur Verbreitung klimafreundlicher Gebäude bedarf, um die Klimawirkung des Gebäudesektors nachhaltig zu senken. In dieser Hinsicht können auch die deutsche Politik, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft einen Beitrag leisten, indem Wissenstransfer, Technologiekooperation oder beispielsweise Städtepartnerschaften gefördert werden.