Konferenz: Neue außenpolitische Ansätze zum Umgang mit dem Klimawandel in Afrika

Hochrangige Experten und Entscheidungsträger aus der Region trafen sich im Oktober 2013 in Addis Abeba, um neue Politikansätze für den Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels in Afrika zu identifizieren. Die Ergebnisse der Konferenz sind online verfügbar.

15.01.2014

Der politische Dialog fand im Konferenzzentrum der Vereinten Nationen, Addis Abeba (UNCC-AA) statt und wurde gemeinsam mit adelphi, dem Afrikanischen Institut für Sicherheitsstudien (African Institute for Security Studies, ISS) und dem African Climate Policy Centre (ACPC) organisiert und durch das Auswärtige Amt und die Deutsche Botschaft in Addis Abeba unterstützt.

"Afrikas Klima verändert sich; der Kontinent erwärmt sich. Dies hat schwerwiegende ökologische und sozio-ökonomische Folgen", sagte Alfred Omenya, Associate Professor an der Technischen Universität Kenia. Die Auswirkungen des Klimawandels auf den afrikanischen Kontinent werden erheblich und umfassend sein. Für große Teilbereiche des Kontinents werden häufigere variable Niederschlagsmengen, erhöhte Temperaturen und schwere Dürren, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen erwartet. Dies wird enorme Auswirkungen auf Wasser, Energie und Ernährungssicherheit haben und den Handel und die Landwirtschaft beeinflussen. Der Klimawandel ist daher eine der größten Herausforderungen und birgt die Gefahr, Länder mit niedrigen Anpassungskapazitäten zu destabilisieren und die Fortschritte bei der Wahrung der Sicherheit der Menschen zu beeinträchtigen.

Als Antwort auf die identifizierten Herausforderungen wurden neue Möglichkeiten, um den Klimawandel in die nationale, regionale und internationale Politik zu integrieren, diskutiert. Einige der entwickelten Empfehlungen sind:

  • die Förderung von Wissen sowie die Verfügbarkeit verlässlicher Daten, die benötigt werden, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ressourcensicherheit in der Region zu verstehen und vorherzusagen,
  • Bewusstseinsbildung, Wissensförderung und der Ausbau von Fähigkeiten in Regierungen, Institutionen und Bevölkerungsgruppen,
  • die Stärkung regionaler Konfliktlösungsmechanismen und Frühwarnsysteme (z.B. durch den Aufbau und die Stärkung grenzüberschreitender Fluss-Management-Kommissionen.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Klimawandel die globale wirtschaftliche Entwicklung und das Wohlergehen der Menschen beeinflusst und betonten die Notwendigkeit einer neuen Ausrichtung der Klimadiplomatie. Diplomatische Bemühungen in diesem Zusammenhang können dazu beitragen, die erforderlichen Grundbedingungen zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und Verhandlungen zu unterstützen. Maßnahmen sollten sich auf verstärkte Entwicklungszusammenarbeit, Konfliktprävention, humanitäre Hilfe und gezielte finanzielle Unterstützung für die Anpassung an den Klimawandel und die Abschwächung der Folgen des Klimawandels konzentrieren.

Die Dokumentation steht ab sofort online zur Verfügung (nur in Englisch).