Neues Projekt: Finanzierung von Gebäudeenergieeffizienz

Gebäude verbrauchen weltweit rund 40 Prozent der Energie, vor allem in Schwellenländern steigt der Anteil von Gebäuden am Energieverbrauch signifikant. Energieeffizienz ist daher ein wichtiger Faktor für nachhaltiges Wirtschaftswachstum - und Gegenstand eines internationalen Workshops von adelphi.

10.11.2011

Im Rahmen eines neuen Projekts unterstützt adelphi die KfW Entwicklungsbank bei der Konzeption und Durchführung des Workshops “Financing Energy Efficiency in Buildings“, der vom 16. – 17. Februar 2012 in Frankfurt am Main stattfinden wird. Die finanziellen Förderungsinstrumente von Energieeffizienz im Gebäudebereich werden vorgestellt und der Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern aus verschiedenen Schwellenländern und Finanzinstitutionen ermöglicht.

Laut einem Szenario der Internationalen Energie Agentur (IEA) wird der Anteil an Energie, der durch Gebäude verbraucht wird, bis 2050 um 60 % gegenüber dem Stand von 2007 steigen. Werden jedoch Maßnahmen zur Förderung von Energieeffizienz ergriffen, wird der Gebäudeanteil voraussichtlich nur um 5 % steigen. Solche Maßnahmen liegen beispielsweise in der Isolierung von Wänden, in Heizungen und Kühlsystemen, die jedoch nicht nur technisches Wissen erfordern, sondern nach Schätzungen der IEA Investitionen in Höhe von 12,3 Billionen US-Dollar benötigen. Wenngleich diese Investitionen im Hinblick auf die erzielte Einsparung an Energie häufig attraktiv sind, stellen der unzureichende Zugang zu langfristigem Kapital, der Mangel an energieeffizienten Produkten sowie unzureichende rechtliche Anforderungen an die Gebäudetechnik häufig Hemmnisse auf dem Weg zur Energieeffizienz dar.

Im “Financing Energy Efficiency in Buildings Workshop“ werden den internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Erfahrungen in Deutschland mit Förderprogrammen im Gebäudebereich aufgezeigt, eine Plattform zum Austausch von Best Practices geboten und ein Dialog zwischen Finanzinstitutionen und politischen Entscheidungsträgern aus Schwellenländern ermöglicht. Es werden Teilnehmer aus China, Indien, Indonesien, Marokko, Mexiko, Serbien, Südafrika, Tunesien, Türkei und Vietnam erwartet.