Neues SAG-SEED Starter-Programm unterstützt junge Öko-Unternehmen in Afrika

Von der ersten Idee bis zum fertigen Geschäftsmodell: Mit einem neuen Einsteiger-Programm unterstützen SEED und SWITCH-Africa Green junge Umwelt- und Sozialunternehmen in Afrika in ihrer Gründungsphase. Mehr als 50 Nachwuchsunternehmer wurden bereits erfolgreich fortgebildet und gefördert.

08.04.2016

Ein grünes Unternehmen zu gründen ist eine aufregende und zugleich herausfordernde Aufgabe. Um eine Geschäftsidee für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln, die von Kunden tatsächlich nachgefragt ist, sind umfangreiche Kenntnisse über den Zielmarkt, fundierte unternehmerische Fähigkeiten sowie passende Mitarbeiter und Partner nötig. Alle Einzelheiten gleichzeitig im Blick zu behalten, kann für angehende Unternehmer zu einer beträchtlichen Herausforderung werden. Aus diesem Grund hat SEED gemeinsam mit dem SWITCH-Africa Green-Projekt das SAG-SEED Starter-Programm ins Leben gerufen.

Bewerbungsphase für Burkina Faso, Ghana, Kenia und Uganda gestartet

Das SAG-SEED Starter Programm fördert die Entwicklung von nachhaltigem Unternehmertum in Afrika, indem es neue grüne Unternehmen in ihrer Gründungsphase unterstützt. Zu diesem Zweck laden SWITCH-Africa Green und SEED junge Teams künftiger Unternehmer ein, sich mit ihren Geschäftsmodellen zu bewerben. Diese müssen darauf ausgerichtet sein, die sozialen und ökologischen Herausforderungen ihrer jeweiligen Herkunftsländer zu verbessern. Anschließend werden die ausgewählten Teams von SEED Schritt für Schritt bis zum Start ihrer grünen Unternehmen begleitet.

Im Rahmen der ersten beiden Starter-Programme in Südafrika und Mauritius konnten bereits mehr als 50 junge, innovative Unternehmer ihre nachhaltigen und inklusiven Geschäftsideen weiterentwickeln. Am 4. April wurden die Bewerbungsphasen für vier weitere Programme in Burkina Faso, Ghana, Kenia und Uganda eröffnet.

Umfassende Unterstützung für Start-Ups – auch über die Starter-Programme hinaus

Zum Ablauf des SAG-SEED Starter-Programms: Während der Bewerbungsphase für das Starter-Programm finden sich angehende Unternehmer in Teams zusammen und entwickeln erste Ideen, wie sich Abfallmanagement, Landwirtschaft, Fertigung oder Tourismus auf unternehmerische Art und nachhaltig umgesetzt werden können. Unter Anleitung durch SEED-Experten kommen die Teams anschließend zu insgesamt zwei Workshops zusammen, in denen sie ihre Geschäftsideen weiterentwickeln und verfeinern.

Während des ersten Workshops stecken die Teilnehmer ihre Zielmärkte ab und analysieren ihr jeweiliges Geschäftsumfeld mithilfe von Hypothesen und Szenarios. In Trainings und Schulungen werden die Präsentationsfähigkeiten für Verkaufs- und Investorengespräche gestärkt und Hilfestellung bei der Entwicklung von Roadmaps und Logos geleistet. Der zweite Workshop bereitet die Teilnehmer unter anderem auf den Markteintritt und ihre bevorstehende Crowdfunding-Kampagne vor. In der Zeit zwischen den Workshops arbeiten die künftigen Unternehmer eigenständig an ihrem Konzept und testen es an potenziellen Kunden und Partnern.

In allen Phasen des Starter-Programms unterstützt SEED die Teilnehmer mit einem umfangreichen Paket an Tools und Hilfestellungen. Die erfolgreichsten Unternehmer erhalten zusätzliche Unterstützung von SEED beim Aufbau ihres Start-Ups – auch über die Starter-Programme hinaus.

Das SAG-SEED Starter-Programm ist Bestandteil des SWITCH-Africa Green-Projekts “Promoting Eco-Entrepreneurship in Africa“, das von SEED und nationalen Partnern in sechs Ländern Afrikas umgesetzt wird. Das Projekt zielt darauf ab, ein günstiges Geschäftsumfeld für Umwelt- und Sozialunternehmen zu schaffen und dadurch grünes und inklusives Wirtschaften zu beschleunigen. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in Produktion und Konsum geschaffen werden. SWITCH-Africa Green wird vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) mit Unterstützung der Europäischen Union umgesetzt. Weitere Informationen zu den SAG-SEED Starter-Programm und zur Bewerbung unter www.seed.uno/support/starter