Pilotprojekt: adelphi erstellt erstes Mapping multilateraler Organisationen

Im Auftrag des BMZ entwickelt adelphi das BMZ Mapping of Multilateral Organisations (BMAP). Diese neue Methodik erlaubt die Bewertung der multilateralen Gebersysteme sowie die Rolle und Leistungsfähigkeit einzelner multilateraler Organisationen.

21.03.2014

In Zeiten straffer Haushalte unterliegt die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit besonders strenger Prüfung. Um der deutschen multilateralen Entwicklungszusammenarbeit eine klare strategische Richtung zu geben, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Jahr 2013 das Eckpunktepapier für die multilaterale Entwicklungspolitik (pdf) eingeführt. Infolgedessen trägt das neue Projekt „BMZ Mapping of Multilateral Organisations“ (BMAP) nun durch das systematische Erfassen von ungefähr 30 multilateralen Organisationen zur Umsetzung dieser neuen Strategie bei. Um diese Pionieraufgabe erfolgreich zu erfüllen, hat adelphi Alison Evans für das Projektteam gewinnen können. Die frühere Direktorin des Overseas Development Instituts (ODI) ist als Expertin auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit weltweit anerkannt.

Neue Methodik hebt systemweiten Einblick und komparative Vorteile hervor

adelphi wird eine anwenderfreundliche Methodik entwickeln, die zukünftig einfach aktualisiert und genutzt werden kann. Im Speziellen wird GMAP drei Kriterien der Arbeit einer MO überprüfen:

(1) Der Relevanz und dem Mandat der MO, vor allem im Hinblick auf das gesamte System der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit.
(2) Der Leistung der MO hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Ergebnisse.
(3) Der Möglichkeit für strategisches Engagement Deutschlands.

Während zum einen auf frühere multilaterale Bewertungen von Hilfen aufgebaut wird, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, wie z.B. die Beurteilungen des Multilateral Organisation Performance Assessment Network (MOPAN), ist GMAP in zweierlei Hinsicht besonders: Zum einen konzentriert BMAP sich nicht allein auf die Stärken und Schwächen einzelner Organisationen, sondern zielt auf eine systemweite Betrachtung der MO. Dabei wird die erweiterte Rolle, die MO innerhalb der größeren Architektur der multilateralen Hilfen spielen, hervorgehoben. Zum anderen wird BMAP den Umfang und die Rolle der speziellen komparativen Vorteile der Organisationen prüfen.