Pilottraining zu Wasserkonflikten in Uganda

Während zwischen Staaten Wasserkonflikte selten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen, steigt mit zunehmender Wasserknappheit die Gefahr lokaler Wasserkonflikte.

11.10.2010

Im Rahmen der von der Europäischen Kommission geförderten Initiative for Peacebuilding hat adelphi deshalb das „Water, Crisis and Climate Change Assessment Framework (WACCAF)“ entwickelt. Es hilft Forschern und Praktikern der Entwicklungszusammenarbeit, Konfliktpotenziale lokaler Verteilungskämpfe zu analysieren und Maßnahmen zu entwickeln, wie diese verhindert bzw. gelöst werden können.

Anfang Oktober führte adelphi ein erstes Pilottraining zur Anwendung des WACCAF mit einer Gruppe von zwölf Studenten des Masterprogramms „Peace and Conflict Studies“ der Makerere Universität Kampala, Uganda, durch. Zwei Tage „Trockenübung“ im Klassenzimmer, in denen die Konzepte des WACCAF erklärt und anhand von Fallstudien angewandt sowie in Methoden der konfliktsensitiven Feldforschung eingeführt wurde, dienten als Vorbereitung für eine dreitägige Exkursion in die Region Kasese im Westen Ugandas. Dort wurde das Gelernte bei der Untersuchung eines konkreten Wasserkonflikts über einen Bewässerungskanal angewandt. Diese Verbindung von Theorie und Praxis sowie der interaktive Ansatz des Trainings wurden von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen.