SEED Awards 2016: Zwanzig Firmen aus Afrika für nachhaltige Innovationen ausgezeichnet

Mobile Stationen für Solarenergie oder Straßen aus recycletem Plastik – ideenreiche Geschäftsmodelle standen im Fokus der SEED Awards 2016. Die Gewinnerunternehmen wurden auf dem SEED Africa Symposium geehrt, einem jährlich stattfindenden Multi-Stakeholder-Forum, das von adelphi organisiert wird.

12.10.2016

Auf dem SEED Africa Symposium in Nairobi (Kenia) wurden am 28. September 2016 zwanzig innovative Unternehmen mit den SEED Awards ausgezeichnet. SEED ist eine globale Partnerschaft zur Förderung von Sozial- und Umweltunternehmertum und steht unter der Projektträgerschaft von adelphi. Jedes Jahr  werden Unternehmen honoriert, die durch positive Effekte auf Gesellschaft und  Umwelt zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beitragen (Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung).

Mehr als 500 Unternehmen aus acht afrikanischen Ländern hatten sich in diesem Jahr für die SEED Awards beworben. Unter den Gewinner sind Unternehmen, die Schuhe aus Reifen und Textilabfällen produzieren, den Wert von vergessenen aber nahrhaften Getreidesorten wiederentdecken, oder auch mobile Technologien nutzen, um Kleinbauern mit nötigen Daten und Informationen für ihre Ernte  zu versorgen.  

Erik Solheim, Exekutivdirektor des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP), beschreibt die  2016 SEED Gewinner als „herausragende Beispiele für unternehmerisches Talent, welche nicht nur grüne Wachstumsziele unterstützen, sondern auch andere Unternehmen und Privatpersonen inspirieren, einen Beitrag zu leisten“. UNEP ist eine der Gründungsorganisationen von SEED.

SEED stellte neue Studie zu Replikation von Geschäftsmodellen vor

Beim SEED Africa Symposium kamen über 450 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Regierung und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam das Thema “From Innovation to Imitation – Replicating Successful Business Models for Green Growth and Sustainable Development” zu diskutieren. Angeregt wurde die Diskussionen unter anderem durch die "Replicating Eco-Inclusive Business Models", Studie von SEED. Diese zeigt Handlungsmöglichkeiten für unterschiedliche Akteure auf, welche die Replikation von umwelt-und sozialverträglichen Geschäftsmodellen unterstützen wollen.

„In kleineren Volkswirtschaften wird es besser sein, Modelle zu replizieren, als neue zu entwickeln... Wir scheinen uns über den Innovationshype hinaus auf die rasante Verbreitung von ausführbaren Lösungen zu bewegen“, sagte Lesley Donna Williams vom Impact Hub, einem Netzwerk zur Förderung sozialverträglichen Wirtschaftens aus Johannesburg (Südafrika,) beim Eröffnungspanel in Nairobi.

Als Organisator des SEED Afrika Symposiums gab adelphi internationalen und lokalen Akteuren im Rahmen des zweitägigen Events die Möglichkeit, Perspektiven und Beispiele guter Praxis auszutauschen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und neue Kontakte zu knüpfen.