US-amerikanische Stromsystembetreiber erleben Energiewende in Deutschland

Im Rahmen einer Delegationsreise trafen sich vom 25. bis 28. September 2017 US-amerikanische Systembetreiber mit deutschen Strommarkt- und Netzexperten in Berlin und diskutierten Chancen, aktuelle energiepolitische Herausforderungen und bisherige Erfahrungen.

01.10.2017

Auf dem Weg zu einem saubereren und flexibleren Stromversorgungssystem stehen die USA und Deutschland vor neuen Herausforderungen. Mit dem Strommarkt der Zukunft soll auch bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien eine sichere, kostengünstige und umweltverträgliche Stromversorgung gewährleistet werden. Wichtige Themen und Herausforderungen umfassen dabei die Modernisierung der bestehenden Übertragungs- und Verteilungsnetz-Infrastruktur bzw. den Bau neuer Netze und deren Finanzierung, die Aufrechterhaltung der Systemstabilität, die Steuerung von Stromflüssen ins Ausland und Importe aus dem Ausland, die Steigerung der Systemeffizienz, die Verringerung von Übertragungsverlusten, die Dekarbonisierung des Kraftwerksparks, die Neugestaltung des Strommarktes, negative Strompreise, Marktverzerrungen und die Erhöhung der Flexibilität des Gesamtsystems sowie Fragen zur sozialen Akzeptanz des Netzausbaus.

Die von adelphi koordinierte viertägige Delegationsreise ermöglichte einen bilateralen Erfahrungsaustausch zu diesen und weiteren Herausforderungen und Lösungsansätzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) lud 15 US-amerikanische Systembetreiber nach Berlin ein. Ziel war eine Stärkung der bilateralen Energiezusammenarbeit und der Ausbau energiepolitischer Expertise. Die Veranstaltung bestand aus Präsentationen, Meetings sowie Besichtigungen von deutschen Innovationsprojekten. Die Teilnehmer besuchten unter anderem das 50Hertz Netzquartier sowie den Solarpark Finow in Brandenburg.

adelphi koordinierte die Delegationsreise im Auftrag des BMWi im Rahmen des Projektes „Unterstützung des Energiedialogs Deutschlands mit Australien, Kanada, Neuseeland und den USA“ . Die Reise wurde von der Renewables Academy (RENAC) und der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (GACC) organisiert.