Vergleichende Analyse zu Adaptive Water Governance

Welche Faktoren erhöhen die Anpassungsfähigkeit von Governancesystemen und inwieweit lassen sich erfolgreiche Ansätze in andere Flussgebiete übertragen? Um diese Fragen zu beantworten, untersuchten die Partner des Twin2Go Projektes in einer bisher einzigartigen vergleichenden Analyse Gover

05.10.2011

Die vergleichende Analyse hat gezeigt, dass insbesondere polyzentrische Governancestrukturen gute Voraussetzungen für die Anpassung an den Klimawandel bieten. Regierungen und internationale Geber sollten daher Reformprozesse fördern, die dezentrale Entscheidungsstrukturen etablieren und gleichzeitig eine effektive Koordination zwischen Sektoren und Administrationsebenen sicherstellen. Werden praktische Governanceansätzen aus einem Flussgebiete in andere übertragen, ist langer Atem gefragt: neue Ansätze brauchen oft mehrere Jahre um ihre volle Wirkung zu entfalten. Eine phasenweise Umsetzung kann helfen, die benötigten Kapazitäten und Akzeptanz sukzessive aufzubauen. Die Twin2Go Policy Briefs bieten hierzu einerseits Empfehlungen, wie die Anpassungsfähigkeit von Wassergovernance-Systemen an den Klimawandel verbessert werden kann und diskutieren andererseits Möglichkeiten der Umsetzung und Übertragbarkeit von erfolgreichen Ansätzen in andere Flussgebiete.

Das Projekt Twin2Go wurde von der Europäischen Kommission von Juni 2009 bis September 2011 im 7. Forschungsrahmenprogramm finanziert. Die Policy Briefs sowie ausführliche Forschungsberichte sind auf der Projektwebseite erhältlich. Darüber hinaus bietet die „Twin2Go Water Governance Database“ unter www.watergovernance.uos.de systematischen Zugang zu Daten von 29 Twin2Go Fallstudien. Diese Onlinedatenbank erlaubt interessierten Experten, weitere Fallstudien zu ergänzen, und ermöglicht es so, die vergleichende Governanceanalyse, die in Twin2Go begonnen wurde, fortzusetzen und weiter zu verbessern.