World Water Week 2016: Neue Studie verbindet Klima-Governance und Wasserdiplomatie

Der Klimawandel beeinflusst zunehmend internationale Flussgebiete, auch in geopolitisch instabilen Regionen. Um effektive Lösungen zu finden, können die globale Klimaschutz- und Wasserpolitik noch stärker integriert werden. Das zeigt eine neue Studie von adelphi, die in Stockholm präsentiert wird.

23.08.2016

Die Folgen des Klimawandels werden vor allem innerhalb des Wasserkreislaufs spürbar und weltweit mehrere beunruhigende Entwicklungen verschärfen: Wasserknappheit, Versalzung, saisonale Verschiebungen der Abflussmengen sowie Hochwasserrisiken. All diese Effekte können potenziell auch Konflikte und staatliche Instabilität verschärfen, vor allem in grenzüberschreitenden Flussgebieten.

Vor diesem Hintergrund stellen sich Außenpolitikern neue Fragen: Welche Folgen wird der Klimawandel in in politisch fragilen internationalen Flussgebieten haben? Wie können Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in der Folge auch soziale und politische Spannungen entschärfen? Und wie können Instrumente der Wasser- und Klimadiplomatie die Fähigkeiten zur Anpassung an den Klimawandel stärken?

„Water and Climate Diplomacy: Integrative Approaches for Adaptive Action in Transboundary River Basins“, eine neue Studie von adelphi (mit Unterstützung des Auswärtigen Amts entstanden), analysiert das existierende politische Instrumentarium und sein Potenzial, zwischen der globalen Klimapolitik und grenzüberschreitender Wassergovernance Brücken zu bauen. Die Studie wird in Stockholm im Rahmen eines Side Events präsentiert und diskutiert:

Side Event: Integrating climate governance and water diplomacy
Dienstag, 30. August 2016
09:00-10:30 Uhr (CET)

NL Music Hall / Musiksalen
Erfahren Sie mehr zum Inhalt und den Panelisten im Programm der World Water Week 2016.

Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist adelphi Ausrichter der Veranstaltung.

Im Fokus der Diskussion sollen konkrete Schritte zur Verbesserung der Resilienz und Kooperation stehen: Mit welchen Instrumenten und Methoden können Außenpolitiker auf den Erfolg der COP21 aufbauen und zugleich Frieden und regionale Integration stärken? Gemeinsam mit den Teilnehmern im Publikum soll erörtert werden, wie und wo die verschiedenen Instrumente eingesetzt werden können und wie auf die Expertise bestehender regionaler Kooperationsmechanismen aufgebaut werden kann. Die Situation am Nil – bzgl. des Umgangs mit geteilten Risiken sowie der Erfahrungen der Nile Basin Initiative (NBI) – bilden einen besonderen Schwerpunkt der Veranstaltung.

Die World Water Week ist seit mehr als 25 Jahren die wichtigste jährliche Plattform für globale Wasserthemen. Sie wird vom Stockholm International Water Institute (SIWI) organisiert und findet vom 28. August bis 2. September 2016 statt. Das diesjährige Motto der World Water Week lautet "Water for Sustainable Growth" - "Wasser für nachhaltiges Wachstum".

Erfahren Sie mehr zu adelphis Projekten in den Bereichen „Wasser“ und „Wasserkooperationen“.