Afrika-EU-Kooperation: Stärkung der Beziehungen im Übergang zur Kreislaufwirtschaft

Mit der Fortsetzung des Circular Economy Action Plans unterstützt die EU deb Übergang in eine geschlossene Kreislaufwirtschaf. Neuartige Geschäftsmodelle und Konzepte von Produktion und Konsum werden tiefgreifende Auswirkungen darauf haben, wie die EU über ihre Grenzen hinaus mit Dritten kooperiert, handelt und diese unterstützt. Da viele Länder des afrikanischen Kontinents Hauptlieferanten von Rohstoffen für die EU und weltweit ist, werden die Konzepte der Kreislaufwirtschaft innerhalb Afrikas weitreichende Folgen haben. Angesichts der wirtschaftlichen Interdependenzen zwischen den beiden Parteien, werden diese Aspekte auch für die künftige Zusammenarbeit der beiden Parteien von großer Bedeutung sein. Es ist jedoch noch unklar, inwieweit sich Konzepte der Kreislaufwirtschaft in den afrikanischen Ländern etablieren werden und welche Auswirkungen dies auf die Partnerschaft mit der EU haben könnte. Die Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft in der EU und Afrika ergeben, sind nach wie vor unbekannt, da es nur wenige Studien zu diesem Thema gibt.

Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission finanziert und zielte darauf ab, diese Wissenslücken zu schließen und politische Entscheidungsträger bei der Ausarbeitung eines effektiven und umfassenden Konzepts für die EU zur Förderung der Kreislaufwirtschaft in Afrika zu unterstützen. Trinomics leitete eine vielseitigen Gruppe spezialisierter Partner, darunter adelphi, Cambridge Econometrics, TOMA-Now, Green Crossroads und Circle Economy. Im Rahmen des Projekts wurden zwei interdependente Ebenen bearbeitet: Erstens die Ausarbeitung eines kontinentalen Berichtes, der den Stand der Kreislaufwirtschaft in Afrika widerspiegelt; und zweitens acht detailliertere Länderberichte, welche den aktuellen Stand von Kreislaufwirtschafts-Initiativen in ausgewählten afrikanischen Nationen portraitiert. Darüber hinaus wurden sozio-ökonomische Analysen durchgeführt, welche untersuchen, wie sich der Übergangs in eine geschlossene Kreislaufwirtschaft in der EU und in Afrika auf das gegenseitige Handelsvolumen, die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie das weitere wirtschaftliches Wachstum auswirkt.

Im Rahmen der Analyse führte adelphi Stakeholderanalysen durch und untersuchte welche Bildungsinitiativen, Weiterbildungsangebote sowie Bewusstseinsschaffendes Maßnahmen in afrikanischen Ländern existieren. Darüber analysierte adelphi afrikanische Dachinitiativen, sowie existierende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements) und Assoziierungsabkommen (Association Agreement) der EU mit afrikanischen Ländern, um zu evaluieren, welche Bedeutung diese bei der Förderung der Kreislaufwirtschaft in Afrika haben können.

Publikationen des Projekts