Analyse der Verwundbarkeit und der Kapazitäten im Umgang mit Katastrophenrisiken in Tataouine, Tunesien

Wie viele Länder der MENA-Region, ist Tunesien von den Auswirkungen des Klimawandels stark betroffen. Immer häufiger leidet das Land unter extremen Wetterereignissen, welche sowohl extreme Dürren als auch verheerende Überflutungen infolge von Starkregen verursachen. Für die Entwicklungsplanung stellt diese neue Situation eine Herausforderung dar, insbesondere auf der regionalen Ebene.

Vor diesem Hintergrund erstellt adelphi in Zusammenarbeit mit dem tunesischen Partner ST2i eine umfangreiche Risikoanalyse in der Gemeinde Tataouine im Süden Tunesiens. Ziel der Analyse ist es, die Risikoexposition und Betroffenheit der Region, sowie vorhandene Kapazitäten im Umgang mit Risiken zu erfassen und Eingangspunkte für einen verbesserten Ansatz zum Risikomanagement zu identifizieren.

Die Ergebnisse werden kartographisch aufbereitet und fließen in die Empfehlungen für die Entwicklung einer Risikomanagementstrategie ein. Zudem wird eine geographische Datenbank sowie ein Web-GIS der Risiken und der Vulnerabilität entwickelt. Um dies zu erreichen, werden zunächst bisherige Erkenntnisse zur Risikosituation und den naturgeographischen und sozio-ökonomischen Besonderheiten der Region Tataouine zusammengetragen und unter Gesichtspunkten der Gefährdung, Exposition und Risiken kartographiert und analysiert. Auf dieser Basis wird die geographische Datenbank (GIS-Onlinedatenbank) erstellt, in denen die Informationen für die weitere Nutzung zugänglich gemacht werden. Die nachhaltige Nutzung der Ergebnisse der Studie wird durch die Schulung zukünftiger Nutzer der Datenbank und durch den partizipativen Ansatz der Analyse erhöht.