Analyse des volkswirtschaftlichen Nutzens meteorologischer Dienste für die Energiewende

EN-577_Haupt

Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist neben der Steigerung der Energieeffizienz eine der zwei Säulen der Energiewende. Solar- und Windenergie, Wasserkraft und Biomasse decken bereits ein Viertel des nationalen Stromverbrauchs und sind damit zu einem zentralen Bestandteil der Energieversorgung in Deutschland geworden. Mit Solar- und Windenergie sind jedoch gerade die beiden wichtigsten erneuerbaren Energieträger in besonderem Maße vom Wetter abhängig.

Mithilfe von energiemeteorologischen Methoden ist es möglich, die fluktuierende Energieerzeugung aus Solar- und Windenergie plan- und berechenbarer zu gestalten. Durch die Übersetzung meteorologischer Größen (Windgeschwindigkeit) in energiespezifische Größen (elektrische Leistung) lassen sich die Kosten der Erzeugung von Regelleistung minimieren und die Netznutzung stabilisieren. Aus diesem Grund bilden zuverlässige meteorologische Vorhersagen die Grundlage für genaue Leistungs- und Lastprognosen. Dies wiederum ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige, effiziente und kostenoptimierte Energieversorgung und damit für das Gelingen der Energiewende.

Die volkswirtschaftliche Bedeutung meteorologischer Vorhersagen und darauf aufbauenden Dienstleistungen für die Energiewirtschaft wird derzeit im Rahmen einer Studie von adelphi in Zusammenarbeit mit Prognos bestimmt. Zu diesem Zweck werden umfangreiche Analysen der Wertschöpfungskette der Energiemeteorologie durchgeführt. Auf Basis dieser Analyse wird der ökonomische Nutzen berechnet, der sich aus der Bereitstellung von meteorologischen Produkten und Leistungen ergibt. Ziel der Studie ist es, eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für zukünftige Entscheidungen über den Ausbau und die Optimierung von meteorologischen Produkten zu liefern.