Antworten auf den Klimawandel und Sicherheitsrisiken im Tschadsee-Becken

Lake Chad

Dieses Projekt beruht auf dem Risiko-Assessment der Tschadsee-Region, in dessen Rahmen adelphi und seine Projektpartner Schnittstellen zwischen Klima-Fragilitätsrisiken und Möglichkeiten der Resilienzstärkung identifiziert haben. Auf dieser Grundlage wurden Handlungsempfehlungen zu möglichen Ausgangspunkten für Interventionen in der Region und zu einem effektiven Engagement abgegeben.

Damit die Ergebnisse der Analyse in die Praxis umgesetzt werden, wird adelphi nun Maßnahmen durchführen, um:

  • das Bewusstsein für die im Assessment identifizierten Klima-Fragilitätsrisiken bei relevanten Geldgebern, Durchführungsorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit und Regierungsministerien zu stärken;
  • die Einbeziehung dieser Erkenntnisse in relevante Politikprozesse zu unterstützen;
  • gemeinsam mit Durchführungsorganisationen an der Entwicklung und Umsetzung von Implementierungsstrategien zu arbeiten, sodass die identifizierten Risiken angegangen werden können oder zumindest Schäden verhindert werden.

Das Hauptziel dieses Projektes ist es, einen kohärenten Prozess, Politikstrategien und Maßnahmen zu befördern, die den Klima-Fragilitätsrisiken und Möglichkeiten dieser Region adäquat Rechnung tragen. Dabei wird das Projekt von einer Vielzahl anderer Prozesse und Initiativen in dieser Region profitieren und seinerseits Ergebnisse in diese Projekte miteinfließen lassen, wann immer dies möglich ist. Die Erkenntnisse aus dem geplanten Assessment sollen direkt solche Prozesse fördern, wie sie im Bericht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zur Lage in der Tschadseeregion ausgewiesen sind (wie z.B. die Beratende Gruppe zur Prävention und Stabilisierung in der Tschadseeregion („Consultative Group on Prevention and Stabilization“), bilaterale und multilaterale Aktivitäten und das von der Weltbank geplante Engagement zu Existenzgrundlagen und Infrastruktur).

Die konkreten Maßnahmen beruhen auf i) der Aufklärung und Sensibilisierung für die Risiken in der Region (dies umfasst eine gemeinsame Mission von EU-Diplomaten und einen Dokumentarfilm), ii) Unterstützung bei der Berücksichtigung von Risiken in politischen Strategien und Maßnahmen (z.B. durch Expertendialoge und Briefings) und iii) Unterstützung bei der Umsetzung (darunter u.a. ein Training zur klima- und konfliktsensiblen Programmgestaltung und die Bereitstellung eines Instruments zur Unterstützung von politischen Entscheidungsträgern und Fachleuten).