Ausbau eines Fördersystems für mehr Energieeffizienz in der nepalesischen Industrie

Energy Manager in Nepal

In Nepal ist Energie nur eingeschränkt verfügbar und industrielle Betriebe sind auf den Import von fossilen Energieträgern angewiesen. Diese Abhängigkeit stellt eines der Haupthindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes dar. Zusätzlich verursacht der ineffiziente Energieeinsatz hohe Produktionskosten, die wiederum die Wettbewerbsfähigkeit der nepalesischen Industrie beeinträchtigen. Gemeinsam mit internationalen und lokalen Partnern war adelphi bereits zwischen 2010 und 2014 maßgeblich an der Umsetzung des Nepal Energy Efficiency Programme (NEEP) beteiligt. In diesem von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) geförderten Projekt wurden institutionelle und personelle Kapazitäten des Energy Efficiency Centre (EEC) der Industrie- und Handelskammer von Nepal (Federation of Nepalese Chambers of Commerce and Industry - FNCCI) aufgebaut. Im Mittelpunkt des Projekts standen die Ausbildung lokaler Energieauditoren und die Durchführung von Energieaudits.

Nach der erfolgreichen Umsetzung von NEEP führt die GIZ das Projekt gemeinsam mit FNCCI fort. adelphi ist in der Projektfortsetzung mit dem Projektpartner INTEGRATION environment & energy für den Aufbau eines marktbasierten Systems zur Förderung von Energieeffizienz in der Industrie verantwortlich. In Kooperation mit der Nepal Electricity Authority (NEA), dem EEC und dem Town Development Fund (TDF) werden diverse Maßnahmen zur Entwicklung geeigneter Rahmenbedingungen für mehr Energieeffizienz in der Industrie durchgeführt. Dazu gehören insbesondere Trainings für ausgebildete Energieauditoren und -manager, u.a. zu regionalem und internationalen Standards (z.B. ISO 50001), die Durchführung weiterer Energieaudits in Unternehmen und öffentlichen Liegenschaften sowie die Etablierung von Energie-Netzwerken. Flankiert werden diese Maßnahmen durch Capacity Development und Sensibilisierung von Industrieverbänden, Finanzinstitutionen, regionalen Industriekammern und Verwaltungen von öffentlichen Liegenschaften, sowie durch umfassende Öffentlichkeitsarbeit.

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