Der Circular Economy Catalyst

Im Privatsektor von Indien und Kenia spielen kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMUs) eine wichtige Rolle. In Kenia bieten sie rund 7,5 Millionen Menschen Arbeit, in Indien sind es mehr als 110 Millionen Menschen. Jedoch sehen sich viele Unternehmen mit finanziellen, fachlichen und marktbedingten Herausforderungen konfrontiert, wenn sie nachhaltige Geschäftsideen initiieren und ausbauen wollen. Dies schränkt ihre Möglichkeiten ein, Einkommen zu erwirtschaften, Arbeitsplätze für Frauen und junge Menschen zu schaffen sowie Umweltprobleme in ihrer Gemeinde anzugehen.

Indem Unternehmer*innen bei der Gründung und Fortentwicklung ihrer rentablen Geschäftsideen im Bereich Kreislaufwirtschaft unterstützt werden, kann der Übergang zu nachhaltigen, kreislauforientierten und integrativen Volkswirtschaften beschleunigt werden. Im Rahmen des Projekts „Circular Economy Catalyst“ werden mithilfe von Berater*innen und Finanzier*innen mehr als 220 Unternehmer*innen in Indien und Kenia gefördert, um profitable Geschäftsideen in der Kreislaufwirtschaft zu kreieren. Diese werden Einkommen für die Gemeinden generieren, sich etwa durch Abfallreduzierung und Wassereinsparung positiv auf die Umwelt auswirken und mehr als 8.700 Jobs schaffen, sowohl direkt als auch durch Partnerschaften im Vertrieb und in der Zulieferung. 

Im Laufe des Projekts nehmen angehende Unternehmer*innen an Workshops teil, um bewährte Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft zu reproduzieren. Unternehmen in der Frühphase erhalten Unterstützung bei der Ideenfindung, um ihr Geschäft auf die Sprünge zu helfen. Fortgeschrittene Unternehmen wiederum haben die Chance, sich für den „Circular Economy Award“ zu bewerben, der mit einem finanziellen Zuschuss und einer maßgeschneiderten Unterstützung verbunden ist. Außerdem werden Unternehmensberater*innen im Umgang mit Toolkits für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft geschult; wird das Ökosystem für Unternehmensfinanzierung eingebunden, um Prototyplösungen für die Bereitstellung von Finanzmitteln zu entwickeln; und auch werden wichtige Erkenntnisse und Fallstudien mit anderen Marktteilnehmenden geteilt.

Das Projekt baut dabei auf den Erfolgen von adelphis Green-Entrepreneurship- sowie den SEED-Projekten auf. Im Rahmen von SEED haben 88 Prozent der Unternehmen, die zwischen 2005 und 2018 umfassende Unterstützung erhalten haben, ihren Betrieb aufrechterhalten und durchschnittlich mehr als 28 direkte Arbeitsplätze, 80 Arbeitsplätze im Vertrieb und 130 bei ihren Zulieferern geschaffen.