Die Essential Requirements for Packaging der Europäischen Union: Wie effektiv sind sie, und wie können sie wirksamer werden?

Die Essential Requirements (ER) sind Teil der EU-Richtlinie zu Verpackungen und Verpackungsabfällen (EU Packaging and Packaging Waste Directive), der grundlegenden Gesetzgebung für Verpackungen und Verpackungsabfälle in Europa. Die Reduzierung von Verpackungsabfällen und die Festlegung von Designanforderungen für Verpackungsmaterialien und verpackte Güter sind die Hauptelemente der ERs. Eingeführt mit der ersten Iteration der EU-Richtlinie im Jahr 1994 blieben die ERs bisher unverändert und müssen nun aktualisiert werden. Bei der Überarbeitung des Dokuments werden unter anderem das Konzept der Kreislaufwirtschaft, Sekundärmaterial und Produkttransparenz sowie die End-of-Life-Phase von Produkten und Materialien im Mittelpunkt stehen. Dadurch sollen unter anderem die Effektivität und Effizienz von Systemen der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, kurz: EPR) erhöht werden.

Als Beitrag zur Überarbeitung der ERs durch die Europäische Kommisson führte das Projektkonsortium aus COWI, adelphi, Ecofys, eunomia, Fraunhofer ISI sowie milieu eine unterstützende Studie zur Wirkungsanalyse durch. Die Überarbeitung selbst ist Teil von umfassenden politischen Planungen, die potentiell zu einem Gesetzesvorschlag zur Stärkung der ERs führen könnten. Unter Einbeziehung verschiedener Informationsquellen wurden die aktuelle Ausgangssituation von Verpackungsprodukten in der Europäischen Union analysiert und die zu erwartenden Auswirkungen der politischen Handlungsoptionen für die verschiedenen Verpackungsarten und -materialien herausgearbeitet. Das Konsortium hat dabei offizielle Statistiken, Berichte und Studien sowie die Ansichten von Akteuren herangezogen.

adelphi unterstützte das Projekt durch die Durchführung von Interviews mit einer Reihe von Schlüsselakteuren. Die gewonnenen Erkenntnisse spielten eine entscheidende Rolle bei der Folgenabschätzung.