Die Restaurierung des Ganges-Flusses in Indien

Der Fluss Ganges ist die Lebensgrundlage für über 450 Millionen Menschen in Indien. Doch trotz seiner Bedeutung sind der Fluss und viele seiner Nebenflüsse, wie der Ramganga, stark verschmutzt, übernutzt und in ihren ökologischen Abläufen gestört. Darüber hinaus sind die Grundwasserressourcen im Ganges-Becken durch unkontrollierte Nutzung, Bergbauaktivitäten und zunehmende Oberflächenversiegelung belastet.

Um die Beeinträchtigung der wichtigen Ökosystemleistungen im Gebiet zu mindern, unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das indische Regierungsprogramm „Namami Gange“ mit dem Projekt „Support to Ganga Rejuvenation“. Das Programm hat unter anderem das Ziel, den Fluss wieder seinem natürlichen, ursprünglichen Zustand näherzubringen. Dafür wurden entlang des Hauptstromes des Ganges sogenannte District Ganga Committees (DGC) gebildet, die Maßnahmen zur Verhinderung, Kontrolle und Bekämpfung der Verschmutzung des Flusses ergreifen und eine kontinuierliche und ausreichende Wasserführung sicherstellen sollen. adelphi wurde von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beauftragt, die jeweiligen DGCs bei der Entwicklung von Distriktwasserplänen zu unterstützen. Die Ziele der Dienstleistung sind dabei:

  • die Erstellung von zwei Distriktplänen im Ramganga-Einzugsgebiet mit gender-sensitiven Maßnahmenplänen zur Umsetzung durch die jeweiligen DGCs
  • die Entwicklung eines Leitfadens in Form eines praktischen Handbuchs für die Distriktplanung auf der Grundlage des für die Erstellung der Distriktpläne angewandten Verfahrens.