EU-Klimadiplomatie in einer Welt (nach) der Pandemie

Das Europäische Parlament verabschiedete im Juni 2018 eine Resolution zur Klimadiplomatie, in der es ehrgeizigeres, integriertes und strategisches Handeln forderte. Die drei Jahre danach brachten wichtige Veränderungen: Die EU ist heute mit dem Green Deal auf dem Weg der gesamtwirtschaftlichen emissionsarmen Transformation und verfügt zudem über einen fortschrittlichen politischen Rahmen für nachhaltige Finanzen. Bei ihrem Amtsantritt 2019 kündigte die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine „geopolitische Kommission“ an. Zudem ist die EU seit 2020 mit den schwerwiegenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie innerhalb und außerhalb ihrer Grenzen konfrontiert. Welche Bedeutung haben diese Trends für die Klimadiplomatie der Union? Wurden die Forderungen des Europäischen Parlaments aus dem Jahr 2018 aufgegriffen oder übersteigt momentan die Aufgabenkomplexität die Kapazitäten für auswärtiges Handeln? Welches sind die herausforderndsten Aufgaben heute?

adelphi bewertete im Auftrag von A.R.S. Progetti S.P.A. die Fortschritte der Klimadiplomatie seit 2018 in einer Studie für das Europäische Parlament. Diese analysierte die politischen Entwicklungen in den Bereichen Klimasicherheit, Handel, Entwicklungszusammenarbeit, nachhaltige Finanzen, Gender sowie Wissenschaft, Forschung und Innovation. Die Studie skizziert vier Aufgabenbereiche für eine europäische Klimadiplomatie der Zukunft und zeichnet die Rolle des Europäischen Parlaments bei deren Gestaltung vor.

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