EU-Vergleich zu Nachhaltigkeit und Innovation durch öffentliche Beschaffung

Top Down Perspective On People

Die öffentliche Beschaffung in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union beläuft sich zusammen auf rund 16 Prozent des europäischen Bruttoinlandsproduktes. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum öffentlicher Beschaffung eine enorme Hebelwirkung mit Blick auf Produktions- und Konsumtrends zugeschrieben wird: Umweltfreundliche, sozial verantwortliche sowie innovative Produkte und Dienstleistungen können durch die öffentliche Beauftragung in großem Ausmaß gefördert werden. Die EU sieht öffentliche Beschaffung daher als wichtiges Instrument für die Umsetzung ihrer Europa 2020-Strategie für Wachstum und Beschäftigung sowie ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.

adelphi untersuchte als Konsortialführer für die EU-Kommission in einer aktuellen Studie, wie die Mitgliedsstaaten Nachhaltigkeit und Innovation in die öffentliche Beschaffung integrieren. Diese Analyse erfolgte in drei Teilen: In einem ersten Schritt nahm adelphi eine Bestandsaufnahme vor, welche entsprechenden nationalen Politiken und Strategien in der EU existieren. Inwiefern und mit Hilfe welcher Instrumente Beschaffungsstellen bereits umweltfreundliche, soziale wie auch innovationsfördernde Ziele integriert haben - dieser Kernfrage ging adelphi zusammen mit seinen Partnern im zweiten Analyseschritt nach. Zuletzt wurde anhand der vorliegenden Ergebnisse untersucht, ob die beschafften Produkte und Dienstleistungen tatsächlich umweltfreundlich, sozial oder innovativ sind.

Publikationen des Projekts

  • Strategic Use of Public Procurement in Europe – Final Report to the European Commission MARKT/2010/02/C

    Kahlenborn, Walter; Christine Moser, Joep Frijdal and Michael Essig 2011: Strategic Use of Public Procurement in Europe. Final Report to the European Commission MARKT/2010/02/C. Berlin: adelphi.