Friedens- und Konfliktanalyse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Osttimor

Timor-Leste Holds Second National Village Elections Under UNMIT Supervision

In den Jahren 2006 und 2007 erlebte Osttimor die schwersten Unruhen seit seiner Unabhängigkeit. Seitdem hat sich die politische Lage deutlich stabilisiert. Um auch weiterhin Frieden und Sicherheit gewährleisten zu können, müssen neue Krisen und gewalttätige Konfliktausbrüche verhindert werden. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Osttimor konzentriert sich daher seit 2009 verstärkt auf den Bereich der Konfliktprävention und Friedensentwicklung.

Im Jahr 2013 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Neubewertung der Relevanz und Konfliktsensibilität der Entwicklungszusammenarbeit mit Osttimor vorgenommen. adelphi beriet das BMZ bei diesem Prozess und erstellte zunächst eine Friedens- und Konfliktanalyse, die die Triebkräfte und Dynamiken von Konflikten und Fragilität genau betrachtete, den Bedarf für Friedensentwicklung identifizierte und die Relevanz für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auswertete. Ziel war es, sich auf die Inhalte des Schwerpunkts Friedensentwicklung zu verständigen, um eine tragfähige und zukunftsweisende Strategie zu entwickeln und konkrete Handlungsanleitungen zu formulieren.

Um die Übertragung der Handlungsempfehlungen in die programmatische Gestaltung und den Aufbau eines Monitoring- und Evaluationssystems zu unterstützen, organisierte adelphi im Rahmen eines Nachfolgeprojekts 2014 eine Workshop-Reihe für die deutschen Entwicklungsprogramme in Osttimor.