Globale Perspektiven für den kommunalen Klimaschutz: Side Event bei der COP21

Die deutsche Bundesregierung verfolgt bis 2020 das Ziel, 40 Prozent der Treibhausgase (THG) im Vergleich zu 1990 einzusparen. Die Bedeutung des kommunalen Klimaschutzes bei der Erreichung dieser Klimaschutzziele ist klar anerkannt. Strategische Einzelvorhaben wie der „Klimaschutzdialog – Prozessoptimierung, Kommunikation und Mobilisierung im (kommunalen) Klimaschutz (KSD)“ unterstützen daher den Austausch und die Vernetzung der „Steuerungs- und Umsetzungsebene“. Um im Klimaschutz voneinander profitieren zu können, muss der Dialog aber auch auf internationaler Ebene geführt werden. Neben verschiedenen internationalen Netzwerken urbaner Akteure führt daher auch das BMUB regelmäßig Veranstaltungen zum internationalen Austausch im kommunalen Klimaschutz durch.

Höhepunkt des Jahres 2015 war diesbezüglich die „International Conference on Climate Action: Local Governments Driving Transformation (ICCA2015)". Die Konferenz wurde am 1. und 2. Oktober in Hannover vom BMUB, dem niedersächsischen Umweltministerium (NMU) und dem Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ausgerichtet. Als Hauptauftragnehmer des Klimaschutzdialogs war adelphi mit der Koordination der ICCA2015 betraut. Die in ihrer Form einmalige Konferenz war bewusst zwischen dem Gipfel der Vereinten Nationen zur Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele (September 2015 in New York) und der UN-Klimakonferenz COP21 (November/Dezember 2015 in Paris) positioniert.

Das von adelphi organisierte und moderierte Side Event integrierte die Ergebnisse der ICCA2015 in die Diskussionen der Pariser UN-Klimakonferenz (COP21 /CMP11). Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen dabei die Aussagen der “Hanover Declaration: Local Governments Driving Transformation”, dem Abschlussdokument der ICCA2015. Das Side Event warf außerdem ein Schlaglicht auf die deutschen Aktivitäten zum kommunalen Klimaschutz weltweit und förderte so den internationalen Vernetzungs- und Lernprozess urbaner Akteure.