Gutachten zu Transparenz und Rückverfolgbarkeit beim Grünen Knopf

„Woher kommt meine Kleidung?“, fragen sich immer mehr Menschen beim Kauf eines T-Shirts oder einer Hose. Sie wollen bewusst einkaufen und keine umweltschädlichen oder ausbeuterischen Praktiken unterstützen. Für sie wurde im Oktober 2019 der Grüne Knopf als staatliches Meta-Siegel für nachhaltige Textilien vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) lanciert. Das Siegel soll denen helfen, die sozial und ökologisch nachhaltig hergestellte Kleidung kaufen möchten. Mit dieser Kennzeichnung können sie entsprechende Produkte einfacher finden sowie auf Basis von verlässlichen und verbraucherfreundlichen Angaben eine entsprechende Kaufentscheidung treffen. Seit der Einführung des Siegels vor einem Jahr führen mehr als 50 Unternehmen Produkte, die mit dem Grünen Knopf gekennzeichnet sind.

Um soziale und ökologische Standards in der Textilbranche noch stärker zu etablieren, will das BMZ das staatliche Siegel nun zum Grünen Knopf 2.0 weiterentwickeln. Dabei werden unter anderem noch mehr Transparenz-Informationen für Konsumierende verfügbar gemacht.

adelphi erstellt hierfür ein Gutachten, das verschiedene Transparenz-Elemente erarbeitet und ihre Umsetzbarkeit überprüft. Das Gutachten basiert auf:

  • einer Auswertung des gegenwärtigen Diskurses zu Transparenzerwartungen von Konsumierenden und der Zivilgesellschaft,
  • einer Auswertung der bestehenden Transparenz-Praxis von Unternehmen sowie
  • Interviews mit zehn Unternehmen, die bereits gemäß dem Grünen Knopf zertifiziert wurden beziehungsweise sich mit dem Grünen Knopf befassen.

Die Ergebnisse des Gutachtens sollen in erster Linie dem Sekretariat sowie dem Beirat des Grünen Knopfs als Informationsgrundlage bei der Erarbeitung und Umsetzung des Grünen Knopfs 2.0 dienen. Darüber hinaus leistet adelphi mit dem Gutachten einen Beitrag für mehr Transparenz beim Kauf von sozial und ökologisch nachhaltig hergestellten Textilien.