Klimaschutz und Klimafinanzierung als Beitrag zur NDC-Umsetzung

Aerial view of wind turbines at sea

Das im Dezember 2015 beschlossene Pariser Abkommen zur Begrenzung der durchschnittlichen globalen Erderwärmung auf weniger als 2°C erfordert die Umsetzung von Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen durch die einzelnen Länder. Die Nationally Determined Contributions (NDCs) stellen einen wesentlichen Baustein dieser Bemühungen dar, deren Implementierung, besonders in Hinblick auf Entwicklungsländer, von langfristigen, internationalen Klimafinanzierungszusagen abhängt. In den Klimaverhandlungen von Kopenhagen haben sich die Industrienationen dazu verpflichtet, 100 Milliarden USD pro Jahr ab 2020 für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländern zu mobilisieren. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, die Mobilisierung zusätzlicher Mittel für Minderungs- und Anpassungsvorhaben sicherzustellen, um den Klimafinanzierungsbeitrag der Industrieländer von 2014 in Höhe von geschätzten 62 Milliarden USD auf das für 2020 gesteckte Ziel anzuheben. Außerdem wird die Weiterentwicklung der internationalen Klimafinanzarchitektur eine zentrale Rolle spielen sowie die konkrete Ausgestaltung der offenen Klimafinanzierungs- und Transparenzelemente des Pariser Abkommens.

Die Deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat sich zum Ziel gesetzt, NDC- und Klimafinanzierungsprozesse in Partnerländern parallel zu unterstützen, um zu einer erfolgreichen Umsetzung des Pariser Abkommens beizutragen. Schwerpunkte dieser Kooperation umfassen unterschiedliche Instrumente wie beispielsweise Nationale Anpassungsplanung (NAP), Reduktionsansätze wie Nationally Apropriate Mitigation Actions (NAMAs), Low Emission Development Strategies (LEDS) sowie internationale Initiativen wie die Africa Renewable Energy Initiative (AREI). Diese Projekte werden durch Dialog- und Konsultationsformate, unter Einbeziehung aller relevanten Akteure, ergänzt und mit den dynamischen Prozessen des Pariser Abkommens verzahnt.

Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat adelphi in enger Kooperation mit dem Projektpartner the greenwerk Strategien zur Integration von Klimaagenda und nationaler Entwicklungsprozesse und deren Pilotierung erarbeitet. Darüber hinaus entwickelten adelphi und the greenwerk Informations- und Wissensprodukte sowie Analysetools zur Untersuchung nationaler und multilateraler Klimaschutzstrategien, unterstützten die Konzeption verschiedener klimarelevanter Veranstaltungsformate sowie die Weiterentwicklung innovativer Politikinstrumente zur Aktualisierung und Verbesserung der NDCs-Umsetzung. Ziel war es, die Schwerpunkte der Deutschen Entwicklungsarbeit beratend zu begleiten und in Kernanliegen durch fachliche Expertise zu unterstützen.