Messung der Nachhaltigkeit von ökonomischen Aktivitäten und Kreditportfolien anhand der EU-Taxonomie

Green Funding

Klimaschutz und Finanzmarktstabilität sind eng miteinander verbunden. 2018 präsentierte die Europäische Kommission ihren umfassenden „Aktionsplan: Finanzierung eines nachhaltigen Wachstums“. Einer der wichtigsten Vorschläge dieses Aktionsplans ist die Entwicklung einer „EU-Taxonomie“ für nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten. Die EU-Taxonomie bietet eine transparente, standardisierte Grundlage für nachhaltige Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen. Seit 2022 müssen viele Unternehmen und Finanzinstitute in der gesamten Europäischen Union die Nachhaltigkeit ihrer Produkte oder Dienstleistungen mit Hilfe der Taxonomie beurteilen.

Die deutsche Bundesregierung unterstützt eine nachhaltige Finanzierung auf globaler, europäischer und nationaler Ebene. Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) hat adelphi gemeinsam mit Partnern ein EU-weites Projekt durchgeführt, um die Nachhaltigkeit ausgewählter Unternehmen und Banken gemäß der Taxonomie zu messen. Im Einzelnen hat das Projekt drei Ziele verfolgt:

  • Den Anteil nachhaltiger Aktivitäten von ausgewählten Unternehmen und Banken anhand der EU-Taxonomie zu quantifizieren,
  • Herausforderungen und Lösungen zur Anwendung der Taxonomie zu identifizieren und
  • Unternehmen und Banken für die EU-Taxonomie zu sensibilisieren.

Um diese Ziele zu erreichen hat adelphi über drei Jahre hinweg Umfragen und Tiefeninterviews mit Unternehmen und Banken durchgeführt. Im ersten Projektjahr (2020) wurde der Prozess von einer Analyse umfassender ESG-Ratingdaten durch ISS ESG begleitet. Die Ergebnisse der Forschung wurden in Form von drei Studien aufbereitet und breit gestreut, um die Relevanz der Taxonomie für ihre Nutzer zu maximieren.

Publikationen des Projekts