Nachhaltigkeit der Chemiebranche steigern: Erstellung einer Vorstudie für einen Szenario-Prozess

Man filling chemical storage containers

Nachhaltige Chemie kann einen essentiellen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung leisten. Mit dem ISC3, dem International Sustainable Chemistry Collaborative Centre, ist eine neue Organisation entstanden, die unterschiedlichste Akteure aus dem Chemiebereich zusammenbringt und die Nachhaltigkeitsbestrebungen der Branche vorantreiben soll. Insbesondere will das ISC3 Szenarien für die Zukunft der Chemie entwickeln und der Frage nachgehen, auf welche Weise sich das jeweilige Szenario erreichen oder auch verhindern lässt.

Zur Vorbereitung dieses Szenario-Prozesses hat das ISC3 adelphi und IFOK beauftragt, eine Vorstudie anzufertigen und vier regionale Workshops zu organisieren. Die Studie orientiert sich an drei Leitfragen:

  1. Welche Akteure sind für die nachhaltige Chemie besonders relevant?
  2. Welche Innovationsfelder und Treiber lassen sich identifizieren?
  3. Welche spezifischen Potenziale und Herausforderungen gibt es in den verschiedenen Weltregionen?

Insbesondere mit Blick auf die Beantwortung der letzten Frage plante und moderierte das Team von adelphi und IFOK vier regionale Workshops in Bangkok, Frankfurt (Main), Nairobi und Panama. Mit jeweils ungefähr 35 Teilnehmenden aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutierten das Team über globale Megatrends, sektorale Entwicklungen und bedeutende Innovationen diskutieren und warfen dabei ein Schlaglicht auf regionale und nationale Besonderheiten.

Die Ergebnisse der Studie und der Workshops dienten nicht allein der Vorbereitung des späteren Szenario-Prozesses, sondern flossen auch in die Erstellung des Global Chemicals Outlook II ein, der vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen erarbeitet und Anfang 2019 veröffentlicht wurde.