Nachhaltigkeit in die Wertschöpfungskette integrieren, Corporate Social Responsibility von KMU stärken

hands holding a tree and coins / making the right choice

Vor dem Hintergrund der Globalisierung und tendenziell abnehmender staatlicher Regulierungsfähigkeit sind Unternehmen heute mehr denn je gefordert, ihrer Verantwortung auch in der Lieferkette gerecht zu werden. Jüngste politische Initiativen wie das Bekenntnis der G7-Staats- und Regierungschefs zur Verantwortung von Unternehmen in Lieferketten und die Umsetzung der EU-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung bis Ende 2016 in nationales Recht unterstreichen die Bedeutung des Themas – nicht nur für große sondern auch für mittelständische Unternehmen.

Wie können sich Unternehmen der Aufgabe des nachhaltigen Lieferkettenmanagements stellen? Auf welche etablierten Ansätze beziehen sie sich dabei, und wie können sie sogar darüber hinaus gehen? Diese Fragen zu beantworten ist das Kernanliegen des Forschungsvorhabens „Corporate Social Responsibility in der Wertschöpfungskette“ des Bundesumweltministeriums (BMUB) und des Umweltbundesamtes (UBA). Es berücksichtigt speziell die Praxis sowie besondere Chancen als auch Restriktionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). adelphi hat die Projektleiter inne und erstellt gemeinsam mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, oekom research und Rechtsanwalt Professor Dr. Remo Klinger im Rahmen des Vorhabens einen Leitfaden, der Unternehmen praktische Hinweise für das nachhaltige Management ihrer Lieferkette geben soll.

Im Rahmen von Fallstudien untersucht das Projektteam um adelphi Beispiele für Best-Practice, die zeigen, wie Vorreiter-Unternehmen aus verschiedenen Branchen und mit verschiedenen Schwerpunkten beim Lieferkettenmanagement ihrer Verantwortung gerecht werden. Das Projektteam bindet darüber hinaus im Rahmen von leitfadengestützten Interviews und Fachdialogen u. a. Vertreter/innen von Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, der Wissenschaft und von Verbänden sowie staatlichen Institutionen in die Entwicklung des Leitfadens ein.

Das Projektteam untersucht ebenfalls, wie der Staat Betriebe in Deutschland beim nachhaltigen Lieferkettenmanagement durch die Ausgestaltung und Fortentwicklung politischer Rahmenbedingungen optimal unterstützen kann.