Neue Wege der Starkregenvorsorge für Kommunen in Deutschland

Starkregenereignisse und ihre Folgen, etwa Sturzfluten und Überschwemmungen, verursachen immer wieder gravierende Schäden in Deutschland. Im Sommer 2016 ereigneten sich gleich mehrere solcher Sturzfluten mit katastrophalen Folgen. Häuser wurden geflutet, zahlreiche Menschen verloren ihr Eigentum. Allein die versicherten Schäden betrugen über eine Milliarde Euro. Projektionen von Klimamodellen lassen in Zukunft eine Zunahme solcher Ereignisse vermuten. Besonders problematisch ist, dass sich zwar  Gebiete, für die ein Hochwasserrisiko durch Flüsse oder durch eine Küstenlage besteht, relativ gut eingrenzen lassen, Starkregenereignisse und damit einhergehende Überschwemmungen jedoch an jedem Ort in Deutschland auftreten können.

Um in Zukunft besser auf diese Art von Extremereignissen vorbereitet zu sein, hat das Umweltbundesamt (UBA) ein Projekt zur Starkregenvorsorge ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Ansätzen zur Verbesserung der Vorsorge gegen Starkregen in Kommunen. Hierfür wird der aktuelle Stand der Starkregenvorsorge in Deutschland erfasst und analysiert. In welchen Kommunen werden bereits bauliche Vorsorgemaßnahmen getroffen? Wer arbeitet mit Starkregengefahrenkarten? Und wie sensibilisieren Kommunen etwa Hausbesitzer für bestehende Gefahren?  Aufbauend auf dieser Bestandsaufnahme analysiert das Projektteam den Handlungsbedarf zur Verbesserung der Vorsorge auf lokaler, regionaler und auf Bundesebene und konzipiert Lösungsmöglichkeiten, die zu einer Verbesserung der Vorsorge beitragen.

Das Projekt wird im Auftrag des UBA von adelphi in Zusammenarbeit mit UP Transfer an der Universität Potsdam und dem Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge e.V. (DKKV) durchgeführt. adelphi übernimmt die Projektleitung und ist für die Verzahnung der Aktivitäten und Koordination der Projektpartner zuständig. Darüber hinaus erstellt adelphi einen systematischen Überblick über die zur Verfügung stehenden Instrumente und Maßnahmen der Starkregenvorsorge in Deutschland und begleitet zusammen mit den Projektpartnern aktuell laufende politische Diskussionsprozesse zum Thema Starkregen.

Publikationen des Projekts