Schulung südafrikanischer Stakeholder zur Vorbereitung eines Projektvorschlags für den Grünen Klimafonds

Abfall

Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu beschränken, bedarf es erheblicher Anstrengungen, um den weltweiten Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren. Ein entscheidender Faktor ist in diesem Zusammenhang die Finanzierung von Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen. Um insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer bei ihren Bemühungen um eine resiliente, emissionsarme Zukunft zu unterstützen, wurde 2010 der Grüne Klimafonds (GCF) ins Leben gerufen, der sich innerhalb kurzer Zeit zu einem zentralen Baustein der internationalen Klimafinanzierungsarchitektur entwickelt hat.

Mit finanziellen Mitteln des GCF bereitet Südafrika derzeit einen Projektvorschlag im Bereich Abfallmanagement vor, der darauf abzielt, eine Skalierung des „Waste Management Flagship Programme“ von derzeit zwölf auf zukünftig bis zu dreißig Kommunen zu erreichen. Im Rahmen des Programms werden Kommunen bei der Entwicklung von Strategien zur Verwertung organischer Abfälle unterstützt. Südafrika hat sich zum Ziel gesetzt, einen Paradigmenwechsel im nationalen Abfallsektor anzustoßen, um von einer entsorgungsbasierten zu einer zirkulären Wirtschaftsweise zu gelangen.

Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH entwickelt adelphi ein umfassendes, auf den südafrikanischen Abfallsektor zugeschnittenes Trainingscurriculum, das lokale Stakeholder dazu ermächtigt, eigenständig die für den GCF-Antrag erforderlichen Projektkomponenten zu entwickeln. Im Zentrum des interaktiven Trainings stehen neben Finanzierungsfragen auch Elemente des Projektdesigns sowie Management- und Implementierungsstrategien. adelphi begleitet die Stakeholder bei der Entwicklung des Projektantrags für den GCF zudem mit Coaching- und Konsultationsformaten. Die Entwicklung und Umsetzung des Trainings erfolgt in enger Abstimmung mit dem südafrikanischen Umweltministerium.