Studienreise für chinesische Experten zu Monitoring-Reporting-Verification und Emissionshandel

emissions trade

Für das Jahr 2016 plant die chinesische Regierung die Einführung eines nationalen Emissionshandelssystems, um die steigenden Treibhausgasemissionen des Landes zu mindern. Zur Vorbereitung wurden 2011 sieben Provinzen und Städte als Pilotregionen ausgewählt, die das Instrument auf regionaler Ebene eingeführt haben. Für die geplante Ausweitung des Emissionshandels laufen derzeit die Vorbereitungen in den Nicht-Pilotregionen. Dabei sind insbesondere die Erhebung von Emissionsdaten auf Unternehmensebene sowie institutionelle Vorbereitungen auf Seiten der Behörden von Bedeutung.

Um diesen Prozess zu unterstützen, organisierte adelphi gemeinsam mit den Projektpartnern FutureCamp, DIW Econ und Öko-Institut als Teil der Vorhabens "Kapazitätsaufbau für Emissionshandel in China" der GIZ eine zweiwöchige Studienreise durch Deutschland für chinesische Entscheidungsträger und Wissenschaftler aus Nicht-Pilotregionen. Die Teilnehmer erhielten die Möglichkeit, sich intensiv mit dem rechtlichen und institutionellen Rahmen des MRV (Monitoring, Reporting and Verification) Konzeptes auseinanderzusetzen, das die Messung, Berichterstattung und Verifizierung von Emissionen beinhaltet. Zudem wurden konzeptionelle Fragen des Emissionshandels und seiner Umsetzung in Deutschland und Europa geklärt. Neben Besuchen bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) erhielten die Teilnehmer durch Anlagenbesuche und Treffen mit Firmenvertretern auch Einblicke in die Praxis des Emissionshandels auf Unternehmensseite.