Sustainable Energy for Jobs (SE4JOBS)

Die Länder des nördlichen Afrikas und des Nahen Ostens (MENA) verfügen über ausgezeichnete naturräumliche Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien. Gleichwohl dominieren fossile Energieträger die Energiemärkte, die zudem oft ineffizient genutzt werden. Ein nachhaltiger Umbau des Energiesystems lässt sich allerdings nur dann realisieren, wenn systematisch Effekte für lokale Wertschöpfung und Beschäftigung erzielt werden. Einer entsprechenden Entwicklung stehen vielfältige politische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen entgegen, seien es unzureichende Planungs- und Umsetzungskapazitäten oder Widerstände verschiedener Interessensgruppen.

Hier setzte das Vorhaben Sustainable Energy for Jobs (SE4JOBS) an, das adelphi gemeinsam mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU) der Freien Universität zu Berlin und im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchführte. Es war eingebettet in das GIZ-Regionalvorhaben RE-ACTIVATE (Promoting Development and Employment through Renewable Energy and Energy Efficiency (RE/EE) in the Middle East and North Africa (MENA)). Das Vorhaben unterstützt politische Prozesse, indem es eine Wissensbasis schafft, die Good-Practice-Beispiele im internationalen Bereich reflektiert und für den spezifischen Kontext in den Ländern und der Region nutzbar macht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Länder Ägypten, Marokko und Tunesien.

Als Beispiele guter Praxis dienten Länder wie Brasilien, China, Indien, die Türkei, Mexiko und Südafrika, in denen ein erfolgreicher Zubau mit wirksamen Beschäftigungseffekten in Technologiefeldern Erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz stattgefunden hat. Dazu zählen beispielsweise Windkraft, Photovoltaik, Biokraftstoffe, Wasserkraft und Energieeffizienz bei Gebäuden, in der Industrie oder im Transportsektor. Um diese Erkenntnisse auf ihre Relevanz in der MENA-Region zu überprüfen, wurden zum einen bestehende Rahmenbedingungen vor Ort analysiert und das spezifische Handlungspotenzial abgeleitet. Zum anderen wurde eine Toolbox zur Bereitstellung des Wissens in engem Austausch mit relevanten Akteuren vor Ort entwickelt. Hierzu zählen Partner aus der Regierung, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und Forschung sowie Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Auf dieser Grundlage wurden notwendige Maßnahmen der Kompetenzentwicklung entwickelt und Demonstrationsprojekte konzipiert.