Umsetzung des burundischen Frühwarnsystems für Klimarisiken

Notfallsimulation in Burundi

Das bergige ostafrikanische Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Der Klimawandel verstärkt Risiken wie Dürren, Überschwemmungen und Schlammlawinen, besonders im Hinblick auf die mehrheitlich von Subsistenzlandwirtschaft und auf dem Land lebende Bevölkerung.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat daher adelphi und GITEC Consult damit beauftragt, die lokale Klimaresilienz zu stärken. Entwickelt wurde ein verbessertes Frühwarnsystem vor Unwettern, wie beispielsweise Überschwemmungen und Hangrutschen. In einer ersten Phase dieses ACCESS-Vorhabens lag der Fokus auf der Anpassung an den Klimawandel im Bereich Boden- und Wasserressourcen. Die Ergebnisse und Erfahrungen dieser Vorphase bildeten die Grundlage für die weiterführende Phase des Vorhabens ACCES+ (Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Verfügbarkeit von Wasser- und Bodenressourcen). Neben (1) der weiterführenden Begleitung von bereits bestehenden Komitees für Risikoprävention und Katastrophenmanagement in den Partnerkommunen Isare, Mutambu und Rumonge lag der Schwerpunkt in zweiten Phase vor allem auf (2) dem Aufbau und der Begleitung weiterer kommunaler Komitees in den drei neuen Partnerkommunen Mubimbi, Nyabiraba und Bugarama. Als zentrale Instrumente für diese Komitees wurden Risikokarten und regelmäßig aktualisierte Notfallpläne erarbeitet. Weiterhin gab es Simulationen zur praktischen Übung des Katastrophenfalls. Diese Instrumente bildeten eine wesentliche kommunale Planungsgrundlage für präventive Maßnahmen, um die Risiken und Schäden in Folge von Katastrophen zu reduzieren. Die neuen Kommunen im Projekt erhielten, wie die drei Kommunen der ersten Projektphase, eine Erstausstattung für den Katastrophenfall. Außerdem wurden alle Projektkommunen dabei unterstützt, Maßnahmen zum Katastrophenmanagement und der Klimaanpassung in ihre jährliche Budget- und Arbeitsplanung zu integrieren.

adelphis Aufgabe bestand vor allem in der fachlichen Steuerung und Beratung des lokalen Personals, das die Risikokarten und Notfallpläne erstellt hat und stetig aktualisiert. Außerdem begleitete adelphi die Durchführung von Simulationen zur praktischen Übung des Katastrophenfalls und überprüfte in einem kontinuierlichen Monitoring die Wirkung der Projektaktivitäten.

Die Projektaktivitäten aus der ersten Projektphase sind auf der Projektseite einsehbar.