Umweltschutz im Rahmen der FABRIC-Initiative

Die Textil- und Bekleidungsproduktion hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Das wird global, aber auch lokal in den Hauptproduktionsländern immer stärker wahrgenommen. So entsteht ein erhöhter Druck auf Produzenten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltige Praktiken zu integrieren. Um striktere gesetzliche Regularien und Vorgaben in den Lieferketten einzuführen und zunehmend effektiv durchzusetzen, müssen alle Stakeholder entlang der Textilwertschöpfungskette und insbesondere in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie entsprechende Maßnahmen umsetzen. Vielfach müssen sich die verschiedenen Stakeholder dazu erst die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen beziehungsweise diese erweitern. Insbesondere in Bereichen wie Umwelt- und Chemikalienmanagement besteht größerer Bedarf, eine sektorspezifische Steuerung sowie systematische Entwicklung entsprechend ausgebildeter Fachkräfte in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie zu fördern. Die Initiativen der letzten Jahre in den verschiedenen asiatischen Produktionsländern haben zu einer generellen Verbesserung des Wissenstandes beigetragen, doch bestehen in den einzelnen Ländern noch große Unterschiede hinsichtlich der Schaffung effektiver Rahmenbedingungen sowie der Umsetzung auf Sektorebene. Erfahrungen und Wissen werden zudem innerhalb der Region erst begrenzt zwischen den verschiedenen Ländern ausgetauscht.

Als Teil der regionalen Initiative zur Förderung von nachhaltigen Praktiken in der asiatischen Textil- und Bekleidungsindustrie (FABRIC) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), zusammen mit Partnern in Bangladesch, China, Kambodscha, Myanmar, Pakistan und Vietnam, die Länder darin, sich gemeinsam zu wichtigen Nachhaltigkeitsaspekten zu positionieren sowie Erfahrungen und Wissen untereinander auszutauschen. Ziel der regionalen Initiative ist es, die regionale Kooperation unterschiedlicher Stakeholder zu unterstützen, sodass gemeinsame Ansätze verfolgt werden, die auf regionale Bedürfnisse angepasst sind. Hinsichtlich der umweltrelevanten Themen stehen Bangladesch, Pakistan und Vietnam im Mittelpunkt der Maßnahmen. China, Kambodscha und Myanmar werden jedoch in die Dialog- und Austauschprozesse ebenfalls miteinbezogen. Die thematischen Schwerpunkte sind sektorspezifisches Chemikalienmanagement, Wassereffizienz, Abwasser- und Klärschlammmanagement sowie der Klimaschutz. Ergänzend spielt die Einbindung der lokalen Partner in die Umsetzung des „Grünen Knopfs“ eine wichtige Rolle.

Zusammen mit den lokalen Partnern Reed Consulting, TÜV Rheinland und Espire Consult unterstützt adelphi die FABRIC-Initiative darin, den regionalen Erfahrungs- und Wissensaustausch zu nachhaltigem Umwelt- und Ressourcenmanagement zwischen den verschiedenen Stakeholdern zu fördern. Dabei trägt adelphi in leitender Rolle dazu bei, das vorhandene Wissen aus den laufenden und vorangegangenen Initiativen der GIZ und derer Partner zusammenzutragen, in passender Form aufzuarbeiten sowie mit weiteren Inhalten zu ergänzen. In weiterer Folge soll das gesammelte Wissen über geeignete Replikationsmechanismen unter anderem über den Aufbau regionaler Netzwerke angestoßen werden, um zu einer effektiven Verbesserung der sektoralen Umweltleistungen beizutragen.