Wasserressourcen am Nil nachhaltig gestalten - Strategieberatung für die Nile Basin Initiative

Der Nil ist mit seiner gewaltigen Länge und seinen unzähligen Nebenarmen eine der wichtigsten Wasserressourcen für eine Vielzahl nordostafrikanischer Länder. Ein steigender Wasserbedarf für Landwirtschaft und Bevölkerung und die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels stellen einen wachsenden Druck auf diese Wasserressource und die damit einhergehenden Wassernutzungskonflikte zwischen den Anrainerstaaten dar. Die 1999 gegründete Nile Basin Initiative (NBI) wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, ein kooperatives, grenzübergreifendes und nachhaltiges Wasserressourcenmanagement in dem Flusseinzugsgebiet zu fördern.

In enger Zusammenarbeit mit der Nile Basin Initiative verfasst adelphi in diesem Projekt den„State of the Basin Report (SOB 2018)“. Dieser umfassende Bericht soll den Zustand des Flussbeckens beschreiben und ein Instrument für die langfristige Überwachung werden. Der SOB 18 ist die Fortführung des 2012 abgeschlossenen SOB 1, der als erster Statusbericht fundierte und aktuelle Informationen zu den biophysikalischen, ökologischen, sozio-ökonomischen und kulturellen Bedingungen des Nilbeckens zusammen getragen hat. Unter Berücksichtigung der 2017 entwickelten 10-Jahres-Strategie der Nile Basin Initiative (NBI) und basierend auf den, in dem SOB 1 identifizierten, Indikatoren wird adelphi einen modifizierten Indikatorenkatalog entwickeln, der auf den aktuellen Zustand des Nilbeckens angewendet werden kann.

Die Kernthemen, die in den Indikatoren wiedergespiegelt werden sollen, ergeben sich aus den sechs Entwicklungszielen aus dem strategischen Aktionsplan des NBI: Wassersicherheit, Energiesicherheit, Nahrungssicherheit und landwirtschaftliche Entwicklung, ökologische Nachhaltigkeit, grenzübergreifendes Wassermanagement und Klimawandel. Die Indikatorenmessung wird durch adelphi anhand von (semi-)qualitativen und quantitativen Analysen im Rahmen von Workshops und interwies durchgeführt. Dabei liegt ein Kernaurgenmerk auf der inklusiven und kooperativen Zusammenarbeit zwischen adelphi und allen relevanten Stakeholder-Gruppen. Die sich aus Analyse ergebenden Ergebnisse können als Basis für die Einschätzung derzeitiger Belastungen, Gefahren und Entwicklungsmöglichkeiten in dem Flussgebiet dienen.

Um den Nilanrainerstaaten auch langfristig die selbständige Weiterführung des Monitorings zu ermöglichen, wird adelphi ein langfristiges Überwachungskonzept entwickeln, welches künftig von den Anrainerstaaten regelmäßig gepflegt werden soll. Durch das Projekt wird die Möglichkeit geschaffen, die Entwicklungen in den unterschiedlichen Entwicklungszielen zu beobachten und eine transparente Informationslage für zukünftige strategische Entscheidungen der Nil Basin Initiative und der Anrainerstaaten zu schaffen. Der SOB 18 trägt somit zu einer Stärkung der gemeinschaftlichen, nachhaltigen politische Rahmengestaltung für ein kooperatives integriertes Wasserressourcenmanagement in der Region bei.