Wie geht es weiter mit der Agenda 2030 und den Nachhaltigkeitszielen?

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, ihre 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) und 169 Unterziele bilden den Bezugsrahmen deutscher, europäischer und internationaler Nachhaltigkeitspolitik, der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) Deutschlands mit Partnerländern sowie seines Engagements auf multilateraler und globaler Ebene. Die bisherige Umsetzung der Agenda 2030 ist allerdings insgesamt eher ernüchternd. Aktuelle Analysen beobachten zwar einerseits teils erhebliche Fortschritte, etwa bei einzelnen SDGs oder Unterzielen. Andererseits verdeutlichen sie aber die Notwendigkeit, Anstrengungen zu verstärken und einen Folgeprozess zu initiieren, da viele SDGs bis 2030 höchstwahrscheinlich nicht erreicht werden können, und zwar nicht erst seit den mit der Corona-Pandemie verbundenen Rückschritten.

Bereits zuvor galt die Erreichung vieler SDGs im Lichte der damals aktuellen Trends dennoch als unwahrscheinlich. Bei teils wesentlichen SDGs stagnierte die Entwicklung oder war rückläufig. Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich der Ausblick auf die Zielerreichung weiter verschlechtert, teilweise dramatisch. Vor diesem Hintergrund erstellt adelphi in dem Projekt zwei Studien: In der ersten Studie wird eine Kommunikationsstrategie zur ambitionierteren und beschleunigten Umsetzung der Agenda 2030 entwickelt und Empfehlungen ausgesprochen, wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) diese erfolgversprechend umsetzen kann. In der zweiten Studie werden Szenarien und Empfehlungen entwickelt, wie das BMUV frühzeitig den nationalen und internationalen Prozess für die Zeit nach der Agenda 2030 unter unterschiedlichen internationalen Rahmenbedingungen politisch, inhaltlich und prozedural zielführend vorbereiten und gestalten kann.