Action on Climate and Security Risks – Review of Progress 2017

Action on Climate and Security Risks - Review of Progress 2017
Vivekananda, Janani; Shiloh Fetzek, Malin Mobjörk, Amiera Sawas and Susanne Wolfmaier 2017: Action on Climate and Security Risks. Review of Progress 2017. Den Haag: Netherlands Institute of International Relations ‘Clingendael’/adelphi/SIPRI/Center for Climate and Security.

Der Bericht Action on Climate and Security Risks blickt auf die Fortschritte, die bei der Eindämmung klimabedingter Sicherheitsrisiken auf politischer Ebene sowie bei der Ergreifung konkreter Maßnahmen im Jahr 2017 erzielt wurden. Die diesjährige Publikation der Planetary Security Initiative (PSI) basiert auf dem von den G7-Staaten beauftragten, unabhängigen Bericht A New Climate for Peace und schließt an den PSI-Bericht aus dem letzten Jahr Towards A Global Resilience Agenda an. Die Publikation stellt die wesentlichen Erfolge, Engpässe und neuen Herausforderungen vor, denen außenpolitische Entscheidungsträger hinsichtlich klimabedingter Sicherheitsrisiken im Jahr 2017 begegneten.

Ein Blick über 2017 hinaus zeigt, dass klimabedingte Fragilitätsrisiken bestehen bleiben und sich weiter verschlimmern werden. Weltweit erleben wir mehr Extremwetterereignisse, eine größere Anzahl internationaler Konflikte, das größte Ausmaß an Hunger und Vertreibung seit dem zweiten Weltkrieg sowie einer immer unbeständiger werdende geopolitische Lage.

Schaut man auf das Jahr 2017 selbst, so ergibt sich zwar ein gemischtes Bild. Insgesamt besteht dennoch überwiegend Anlass zur Hoffnung. Es wurden positive Schritte hin zu einer neuen und tiefer gehenden Partnerschaft für Klima-Resilienz ergriffen, so zum Beispiel zwischen der EU und China, zwischen 14 Bundesstaaten der USA - infolge Donald Trumps Drohung aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen - sowie zwischen Vertretern von Städten und Gemeinden weltweit.

Im Vergleich zu 2016 wurden Klima-Fragilitätsrisiken durch nationale und globale Foren, Strategien und politische Maßnahmen häufiger anerkannt; so zum Beispiel in der globalen Resilienzstrategie der EU, der Resolution 2349 des UN Sicherheitsrates zum Tschadsee und in einer Untersuchung des australischen Senats zu Klima und Sicherheit. Es wurden außerdem vermehrt konkrete Maßnahmen zu klimabedingten Sicherheitsrisiken ergriffen; beispielsweise unterstützen die G7 gemeinsam mit ihren Partnerstaaten ein umfassendes Risikoassessment des Tschadsees. Diesen bislang nur sehr vereinzelten Beispielen müssen noch weitaus praktischere Maßnahmen folgen.

Seit nunmehr einem Jahrzehnt setzen sich politische Entscheidungsträger und Praktiker ernsthaft mit dem Klimawandel als Risiko für die internationale Sicherheit auseinander. Zwar sind kontinuierliche Forschung, Dialog und politische Fortschritte wichtig und müssen fortgeführt werden. Zehn Jahre nach dem Beginn der anhaltenden Diskussionen, Analysen und bekräftigenden Statements ist jetzt aber ein guter Zeitpunkt gekommen, um entschlossen zu handeln und konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Planetary Security Initiative.