Die Abfallwirtschaft der Türkei – Identifizierung und Transfer von abfallwirtschaftlichen Konzepten, Dienstleistungen und Produkten in EU-Beitritts- u. Kandidatenländer sowie Schwellen- und Entwicklungsländer mit wissenschaftlicher Unterstützung

Eisinger, Frederik und Sophia Stock 2016: Die Abfallwirtschaft der Türkei. Identifizierung und Transfer von abfallwirtschaftlichen Konzepten, Dienstleistungen und Produkten in EU-Beitritts- u. Kandidatenländer sowie Schwellen- und Entwicklungsländer mit wissenschaftlicher Unterstützung. Dessau: Umweltbundesamt.

Die Abfallwirtschaft der Türkei hat im Zuge des Annäherungsprozesses an die EU in den letzten Jahren eine zunehmende Dynamik entwickelt. Die langjährigen Kooperationsbeziehungen der Türkei und der EU im Bereich Abfallwirtschaft haben zu einer kontinuierlichen Angleichung der türkischen Abfallgesetzgebung an den Rechtsstand der EU sowie einer schrittweisen Modernisierung der abfallrelevanten Infrastruktur geführt. Diese Fortschritte sind in allen Bereichen der türkischen Abfallwirtschaft erkennbar.

Eine zentrale Voraussetzung für die weitere Modernisierung des türkischen Abfallsektors ist die Mobilisierung ausreichender finanzieller Ressourcen. Mit der Einführung von Abfallgebühren und der Schaffung von Anreizen für nationale und internationale privatwirtschaftliche Akteure ist die Türkei auch hier auf einem guten Weg. 

Die hier vorliegende Situationsanalyse ist darauf ausgerichtet, die Situation der türkischen Abfallwirtschaft und ihre Rahmenbedingungen zu untersuchen, um konkrete Entwicklungsbedarfe und –potenziale aufzuzeigen und Fortentwicklungsmöglichkeiten zu identifizieren. Dadurch sollen Möglichkeiten der verstärkten Kooperation sowie des Wissens- und Technologietransfers mit Deutschland dargestellt werden, damit sie von interessierten Akteuren auf deutscher und türkischer Seite gezielt weiterverfolgt werden können.