Die Autonomie internationaler Verwaltungsstäbe als Akteure nicht-hierarchischer Politiktransfers

Busch, Per-Olof 2015: Die Autonomie internationaler Verwaltungsstäbe als Akteure nicht-hierarchischer Politiktransfers. In: da Conceição-Heldt, Eugénia; Martin Koch und Andrea Liese (Hrsg.), Internationale Organisationen: Autonomie, Politisierung, interorganisationale Beziehungen und Wandel. Wiesbaden: Nomos Verlag, 105-130.

Internationale Verwaltungsstäbe werden zunehmend als autonome Akteure wahrgenommen, die Staaten ohne Rechts- oder Zwangsmittel zur Einführung von Politiken bewegen. Ausgehend von diesen Beobachtungen bestimme ich mithilfe theoretischer Überlegungen und empirischer Erkenntnisse aus der Erforschung von Politiktransfers Fähigkeiten und Merkmale internationaler Verwaltungsstäbe, die ihre Autonomie als Akteure nicht-hierarchischer Politiktransfers begünstigen. Ich komme zu dem Ergebnis, dass internationale Verwaltungsstäbe über die unterschiedlichen Fähigkeiten, die diese Autonomie begünstigen, verfügen können sollten, wenn sie in möglichst vielen Staaten a) mit eigenen Mitarbeitern vertreten sind und b) regelmäßig die Entwicklung und den Reformbedarf nationaler Politiken analysieren.