Rohstoffkonflikte nachhaltig vermeiden. Risikoreiche Zukunftsrohstoffe? Fallstudie und Szenarien zu China und Seltene Erden – Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. Teilbericht Nr. 3.4

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Rüttinger, Lukas und Moira Feil 2011: Rohstoffkonflikte nachhaltig vermeiden. Risikoreiche Zukunftsrohstoffe? Fallstudie und Szenarien zu China und Seltene Erden. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. Teilbericht Nr. 3.4. Berlin: adelphi.

Mit 97 Prozent der globalen Produktion ist die Welt heute abhängiger von den Seltenen Erden Chinas als vom Öl des Mittleren Ostens. Diese Entwicklung ist von Bedeutung, da Seltene Erden, obwohl sie meist nur in kleinen Mengen verwendet werden, von größter strategischer Relevanz sind. Sie sind nicht nur wichtiger Bestandteil vieler Militärtechnologien wie Lenkraketen und Radar, sondern stecken auch in vielen Hochtechnologien des täglichen Lebens; v.a in Elektronikgeräten wie Festplatten, Plasmabildschirmen und MP3-Spielern. Besonders wichtig sind Seltene Erden zudem im Bereich der Umwelttechnologien. Dort sind sie wichtiger Bestandteil von Katalysatoren, Windkraftwerken, Energiesparlampen und Elektromotoren. Mit steigender Bedeutung Seltener Erden stellt sich auch die Frage, welche Risiken und Chancen für Verbraucher und Produzenten mit diesem Rohstoff verbunden sind - mit besonderem Fokus auf China. Aufgeteilt in eine Fallstudie und vier Szenarien wird der Status Quo analysiert, um darauf aufbauend unterschiedliche Entwicklungswege bis zum Jahr 2030 zu skizzieren.