Rechtspopulismus und Klimapolitik in Europa

Rechtspopulismus und Klimapolitik in Europa

In einer aktuellen Studie untersucht adelphi wie sich rechtspopulistische Parteien in Europa zum Problemfeld Klimawandel verhalten.

Rechtspopulistische Parteien sitzen bereits in sieben Regierungen der EU-Mitgliedstaaten und werden nach den Europawahlen im Mai 2019 voraussichtlich ein Viertel der Abgeordneten im europäischen Parlament stellen. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in demokratische Institutionen und Europa scheint zu schwinden, das Parteienspektrum sortiert sich neu, traditionelle Volksparteien verlieren an Einfluss und Mehrparteienkoalitionen und Minderheitsregierungen werden das Regieren zunehmend erschweren. Gleichzeitig erleben wir eine tiefgreifende Transformation von Leben, Arbeit und Mobilität: Europäische Gesellschaften stehen vor epochalen Veränderungen durch Digitalisierung, Urbanisierung und Klimawandel.

Vor diesem Hintergrund untersuchen die Autoren in einer explorativen Studie die Stimmen und das Gewicht rechtspopulistischer Parteien in der Formulierung einer europäischen Klimapolitik:

  • Wie verbreitet ist Desinformation zum Klimawandel?
  • Welche Argumente und Narrative nutzen Rechtspopulisten für oder gegen eine Klima- und Energiepolitik - national und multilateral?
  • Bedroht das Aufstreben rechtspopulistischer Parteien Europas Stellung als klimapolitischer Vorreiter?

Betrachtet werden die 21 stärksten rechtspopulistischen Parteien in Europa und deren Haltung zu Klimaforschung und Klimapolitik – von der deutschen AfD und Großbritanniens UKIP über Ungarns Fidesz, Italiens Lega, den Schweden Demokraten bis zu Griechenlands Goldener Morgenröte.

Die Studie benennt im Lichte des wachsenden Rechtspopulismus Risiken und Nebenwirkungen für eine zukünftigen europäische Klimapolitik, diskutiert das Für und Wider von Koalitionen demokratischer Parteien mit Rechtspopulisten und fordert ein Umsteuern in der Klimakommunikation.

Voraussichtliche Veröffentlichung im Februar 2019.

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit dem Newsletter von adelphi.

Medienecho